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Der Radweg in der Nähe von Schwaiganger. 

Murnauer Bürger ist empört

Kein Winterdienst am Radweg bei Schwaiganger

Der Radweg zwischen Schwaiganger und Autobahnmeisterei wird im Winter nicht geräumt. Daher müssen Radler auf die Staatsstraße ausweichen. Dem Murnauer Peter Jarosch missfällt das. Eine Änderung ist nicht in Sicht.

Ohlstadt – Vor einigen Jahren wurde ein Fuß- und Radweg entlang der Staatsstraße von Schwaiganger nach Großweil gebaut. Der Murnauer Peter Jarosch nutzt diesen zwar selber nicht, ist aber sehr oft auf der Staatsstraße unterwegs. „Hier ist mir aufgefallen, dass dieser Weg von Schwaiganger bis zur Autobahnmeisterei nicht gepflegt wird: Im Winter findet keine Schneeräumung statt und im Sommer keine Pflege“ – beispielsweise durch Entfernen von Ästen und Blättern im Herbst.

Jarosch sagt, gerade in der kalten Jahreszeit würden ihm deswegen immer wieder (winterharte) Radfahrer auf der Straße begegnen und kürzlich sogar drei Fußgänger, die Richtung Großweil unterwegs waren. Der 69-jährige Immobilienmakler ärgert sich: „Das kann doch nicht sein, dass mit teurem (Steuer)Geld ein schöner Rad- und Fußweg angelegt wird, aber nicht gepflegt wird. So weichen Radler, vornehmlich Rennradler, gerade im Herbst auf die Staatsstraße aus, weil auf der eigentlichen Strecke abgebrochene Äste und rutschiges Laub liegen. Da ist die Unfallgefahr natürlich höher.“ Jarosch empfindet die Sache als Mangel, der „gravierend und vor allem unnötig ist“.

Ohlstadts Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) sagt, dass die Gemeinde Ohlstadt an dem Radweg bis zum Wienwald für den Unterhalt und die Verkehrssicherheit zuständig sei. Grundlage ist eine Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim. Für den Winterdienst ist die Kommune aber laut Scheuerer nicht verantwortlich.

Die Gemeinde Großweil räumt Bürgermeister Manfred Sporer (CSU-Dorfgemeinschaft) zufolge an der besagten Verbindung von der Autobahnmeisterei, wo Menschen wohnen, bis in den Ort hinein. Richtung Westen bis zur Ohlstädter Flurgrenze gibt es aber keinen Winterdienst.

Nadine Heiß, die beim Staatlichen Bauamt Weilheim für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen zuständig ist, teilt mit, dass Radwege an Staats- und Bundesstraßen im ganzen Landkreis nicht geräumt werden. „Das ist nicht möglich“, wäre „aufwändig und teuer. Wir haben auch gar nicht die Fahrzeuge dafür“. Solche Geh- und Radwege würden im Winter auch nicht in dem Maße genutzt wie in den wärmeren Jahreszeiten.

In Sachen Verschmutzung findet Jarosch, dass es reichen würde, „wenn im Frühjahr, Sommer und Herbst ein paar Mal eine Kehrmaschine diesen Weg pflegt, zumal die Waldbauern immer wieder einiges auf dem Weg zurücklassen. Mir kann keiner erzählen, dass dies so aufwändig und schwierig wäre und immense Kosten verursachen würde“.

Bürgermeister Scheuerer entgegnet: „Man kann nicht erwarten, dass jedes Blatt entfernt wird.“ Die Gemeinde habe einen verhältnismäßig kleinen Bauhof.

Roland Lory

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