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Mit grüner Farbe versehen: Das Gipfelkreuz am Rauheck. 

Blue Land Trail hat Nachspiel

Gedenkkreuz mit Farbspray markiert: Trachtler empört

Anlässlich des Blue Land Trails wurde das Gipfelkreuz am Rauheck bei Ohlstadt mit Farbe markiert. Die Trachtler sind empört. 

Ohlstadt – Der erste Murnauer Blue-Land-Trail war ein voller Erfolg. Mehr als 70 Starter, davon 44 im Einzel, zählten die Organisatoren. Die Teilnehmer hatten rund 37 Kilometer und 1800 Höhenmete zu bewältigen. Doch der Wettbewerb hat ein Nachspiel. „Der Trachtenverein D’Illingstoana Ohlstadt ist entsetzt, dass das Gipfelkreuz am Rauheck mit Markierungsspray beschmiert wurde“, schreibt Schriftführer Michael Hägle in einer E-Mail ans Tagblatt.

Die Trachtler hatten die Konstruktion vor ein paar Jahren neu aufgestellt. Jedes Jahr im September findet dort eine Bergmesse statt, die der Trachtenverein organisiert.

Der Trail sei zwar ein Spendenlauf und für einen guten Zweck, sagt Hägle. „Fraglich ist allerdings, ob man in der heutigen Zeit, wo der Klimaschutz so groß geschrieben wird, nicht eine andere Lösung findet“, als die gesamte Wegstrecke und schöne Natur mit lang anhaltendem Farbspray zu markieren. Hägle stört aber noch mehr. „Definitiv über das Ziel hinaus schießt man, wenn man ein Gipfelkreuz, das zum Gedenken der Verstorbenen und Gefallenen aufgestellt wurde, mit Markierungsspray beschmiert.“ Trachtlerchef Karl Geiger junior wollte sich nicht zu der Sache äußern. Anscheinend wollte er das Ganze diskret behandeln, ohne eine Veröffentlichung im Tagblatt.

Veranstalter des Trails waren Murnauer Gymnasiasten, als Projektleiter fungierte Lehrer Johannes Riedelsheimer. „Es handelt sich um Kreidespray, das nach einiger Zeit verblassen wird“, betont er. Beim Markieren sei dem Team nicht bewusst gewesen, dass es sich um ein Gedenkkreuz handelt. „Die Tafel ist ja auch aus ,Läufersicht‘ erst beim Vorbeilaufen lesbar.“ Der Fleck befindet sich nach Riedelsheimers Angaben nicht auf der Seite der Tafel. „Ungeachtet all dessen wird bis Sonntag ein Team von Schülern zum Rauheck aufsteigen und versuchen den Fleck zu entfernen. Sollte das nicht möglich sein, werden sie ein erklärendes Entschuldigungsschild anbringen.“

Riedelsheimer tut es leid, falls Gefühle unbeabsichtigt verletzt wurden, das Gedenken an die Gefallenen sieht er aber nicht gestört. „Spätestens nach dem Winter wird der Fleck hoffentlich eh verschwunden sein.“

Zur Premiere des Bluelandtrails überwiegen aus Sicht des Pädagogen ganz klar die vielen sehr positiven Rückmeldungen der Läufer, die sich unisono eine zweite Auflage des Laufs wünschten. „Ich fände es schade, wenn ein Fleck all dies überdecken würde. Schließlich haben die Schüler wirklich sehr viel geleistet an diesem Wochenende und Werbung für unsere Region gemacht.“

Roland Lory

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