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Großprojekt: Ein Bagger fährt am Freitag die künftige Trasse des Radwegs zwischen Murnau und Schwaiganger entlang. 

Räte segnen Zahlenwerk ab

Haushalt Ohlstadt: Gemeinde knackt Rekordmarke

Der Gemeinderat Ohlstadt hat den diesjährigen Haushalt beschlossen. Beim Gesamtvolumen hat die Kommune mittlerweile neue Dimensionen erreicht. Das hat mehrere Gründe.

Ohlstadt – Die Vorarbeit haben die Ohlstädter Volksvertreter bereits im Mai geleistet. Damals wurde im Finanzausschuss der Haushalt 2019 Punkt für Punkt durchgesprochen. So gab es am Donnerstagabend keine Debatten, ob zum Beispiel in Projekt A weniger investiert werden sollte als in Vorhaben B. Das Plenum beschloss den Haushaltsplan und -satzung einstimmig, ebenso den Finanz- und Investitionsplan für 2018 bis 2022.

Über eine Sache wurde aber schon gesprochen: das Gesamtvolumen des Etats, das mittlerweile auf mehr als 10 Millionen Euro geklettert ist. „Ich habe kein Problem damit“, merkte Richard Frombeck (CSU) an, „aber es geht ständig nach oben.“ Kämmerer Christoph Gratz glaubt nicht, dass es in den kommenden Jahren weniger wird.

Einer der Gründe für den Anstieg ist, dass die Gemeinde relativ viel investiert und Baustellen abwickelt. Dabei sind zum Beispiel das Einheimischenmodell an der Waxensteinstraße, der kommunale Wohnungsbau oder auch die Schwimmbadsanierung zu nennen. Aber auch die Einnahmen gehen in die Höhe. Der Anteil an der Einkommensteuer, den die Gemeinde Ohlstadt bekommt, ist zum Beispiel von rund 1,7 Millionen in 2015 auf 2,1 Millionen Euro (2019) angewachsen. „Uns geht es zum Glück wirklich gut“, fasste Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) gegenüber dem Tagblatt zusammen. „Wir sind in einer schönen Situation.“ Aber es sei der Gemeinde bewusst, dass es auch irgendwann anders kommen kann.

Bei den Schlüsselzuweisungen ist die Kommune konstant auf dem gleichen Niveau. Heuer erhält sie vom Freistaat Bayern 953 000 Euro. Kämmerer Gratz rechnet allerdings mit einem Einbruch in 2020. Dass an den Landkreis Garmisch-Partenkirchen einiges abzuführen ist, dafür zeigte Scheuerer Verständnis. „Der Kreis macht für uns viel. Irgendwie muss er sich finanzieren.“

Große Brocken im Haushalt sind der Radweg Murnau-Schwaiganger, die Kanalsanierung sowie der Radschnellweg Garmisch-Partenkirchen–Murnau. Den Rücklagen entnimmt die Gemeinde 1,35 Millionen Euro, so dass sie auf rund 988 000 Euro zusammenschmelzen.

Auch die örtlichen Vereine und Organisationen bekommen wieder Geld. Alles in allem sind es heuer mehr als 40 000 Euro. 

Roland Lory

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