Ein Autofahrer mit M-Kennzeichen ist wüst beleidigt und genötigt worden.
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Ein Autofahrer mit M-Kennzeichen ist wüst beleidigt und genötigt worden.

Kurz vor neuen Corona-Regeln

Nächster Vorfall im Landkreis GAP: Münchner Autofahrer wüst beleidigt und genötigt - aus banalem Grund

  • Silke Reinbold-Jandretzki
    vonSilke Reinbold-Jandretzki
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Die Situation zwischen Städtern und Landbewohnern ist angespannt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Ein Münchner Autofahrer ist nun wüst beleidigt und genötigt worden - aus banalem Anlass.

Ohlstadt – Der Streit zwischen Ausflüglern aus der Landeshauptstadt München und Einheimischen im Alpenvorland schlägt in der Corona-Krise seit Wochen hohe Wellen. Nun hat es im Landkreis Garmisch-Partenkirchen den nächsten bedenklichen Vorfall gegeben: Ein Ohlstädter soll einen Autofahrer aus Schäftlarn unter anderem ausgebremst und als „Scheiß Münchner“ beschimpft haben.

Corona: Konflikte zwischen EInheimischen und Münchner Ausflüglern - Neuauflage in Ohlstadt

Nach Angaben der Polizei ärgerte sich der 53-jährige Ortsansässige offenbar darüber, dass der Mann aus dem Landkreis München am Freitag gegen 16.30 Uhr zu langsam durchs Dorf fuhr. Der Ohlstädter überholte den 44-jährigen Schäftlarner, der vor ihm unterwegs war, und scherte, wie die Polizei weiter mitteilte, „sehr knapp“ vor dessen Fahrzeug wieder ein. Im Anschluss soll der 53-Jährige den Schäftlarner wiederholt ausgebremst haben, „teilweise sogar bis zum Stillstand“.

Münchner Kennzeichen: Mann aus dem Landkreis München ausgebremst und beschimpft - Anzeige wegen Nötigung

Danach sei der 53-Jährige ausgestiegen und habe den Auswärtigen beleidigt und beschimpft, bevor er sich wieder ins Auto setzte und weiterfuhr. Die Polizei konnte den Beschuldigten anhand des Kennzeichens ermitteln. Diesen erwartet eine Anzeige wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr und wegen Beleidigung.

Ab Montag (11. Januar) gelten in Bayern nun neue Corona-Regeln - darunter auch eine Beschränkung auf einen Bewegungsradius von 15 Kilometern aus Bewohnern von Hotspots.

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