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Zunehmender Autoverkehr ist auch in Ohlstadt ein Thema (Symbolbild).  

Muntere Debatte im Gemeinderat

Verkehr in Ohlstadt: Schlagabtausch zwischen Scheuerer und Kettl

Das Thema Verkehr hat den Gemeinderat Ohlstadt ausgiebig beschäftigt. Die Bürgervereinigung Ohlstadt (BVO) findet, dass auf unterschiedlichen Feldern gehandelt werden sollte.

Ohlstadt – In der Gemeinde Ohlstadt gibt es einen Grundstücks- und Bauausschuss mit Umwelt-, Straßen- und Wegeausschuss. In diesem werden auch Verkehrsthemen behandelt. Die Fraktion der Bürgervereinigung Ohlstadt (BVO) hätte jedoch gerne eine Änderung. Sie beantragte, dass ein eigener Verkehrsausschuss gebildet wird. Die Initiative behandelte jetzt der Gemeinderat. Die Zunahme der Verkehrsdichte durch Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge erfordert nach Meinung der vier BVO-Räte Maßnahmen zur Sicherheit der Bürger. Dabei sieht die Fraktion die Verwaltung in der Pflicht. Die BVO-Vertreter meinen, dass „dringender Handlungsbedarf“ besteht.

Das Thema Verkehr sei auf einer Klausurtagung als Hauptproblem erkannt worden, argumentierte Jürgen Kettl (BVO). Er findet es wichtig, jetzt „ein Zeichen zu setzen“. Im Grundstücks- und Bauausschuss mit Umwelt-, Straßen- und Wegeausschuss gehe der Verkehr unter.

Thomas Guggemoos (NLO) bezweifelte jedoch, dass es Sinn macht, für ein Dreivierteljahr noch einen neuen Ausschuss zu bilden. Er plädierte dafür, dies dem neuen Gemeinderat zu überlassen, der 2020 gewählt wird. Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) riet, das Verkehrsgutachten abzuwarten, für das heuer Mittel im Haushalt eingeplant sind. „Dann macht ein Verkehrsausschuss Sinn. Zum jetzigen Zeitpunkt tue ich mir etwas schwer.“ Mit einem Gutachten bekomme man den „Blick von außen. Wir sind keine Profis in Sachen Verkehr“.

Kettl will jedoch nicht so lang warten, bis die Expertise vorliegt. Dabei verwies der Polizeibeamte auf die Situation am Bahnhofszubringer Loisachstraße. Es gelte zu schauen, „was man machen kann“. Scheuerer entgegnete: „Dafür brauchen wir aber keinen Verkehrsausschuss.“ So ging es ein paar Mal zwischen Kettl und dem Rathauschef hin und her.

Simon Sagmeister (BVO) fand, dass die vergangenen zwölf Jahre „recht konzeptlos“ waren, was das Thema Verkehr betrifft. „Irgendwas müssen wir mal machen.“ Am Ende wurde der Antrag mit 7:9-Stimmen abgelehnt. Wobei Scheuerer betonte: „Wir nehmen uns des Themas an.“

Ein weiterer BVO-Antrag wurde zurückgestellt. Dabei ging es um den Ausbau des Bahnhofweges als Zufahrt bis zur Dreitorspitz- und Waxensteinstraße. Scheuerer verwies dabei auf die geltende Beschlusslage. Diese ist: Der Bahnhofweg wird als Fuß- und Radweg beibehalten.

Schließlich befasste sich das Gremium noch mit einem dritten Vorstoß der BVO. Die Fraktion hätte gern, dass an den Heimgarten-Parkplätzen Parkautomaten aufgestellt werden. „Das ist so was Einfaches und kostet nicht viel“, unterstrich Sagmeister. Mit vier Gegenstimmen entschied das Gremium, dass die Verwaltung Angebote einholt. Bei der nächsten Sitzung soll der Punkt erneut auf den Tisch kommen.

Roland Lory

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