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Wird um ein Betriebsgebäude erweitert: der Flugplatz der Segelflieger in Pömetsried.

Gemeinderat Ohlstadt gibt grünes Licht

Segelflieger dürfen Betriebsgebäude bauen

Die Sportfliegergruppe Werdenfels kann auf ihrem Gelände in Pömetsried ein Flugbetriebsgebäude mit Werkstatt, Ausbildungsräumen und Tower errichten. Dies hat der Gemeinderat Ohlstadt mit neun zu fünf Stimmen beschlossen.

Ohlstadt –    Bereits in der September-Sitzung war dem Ohlstädter Gemeinderat ein Antrag der Sportfliegergruppe Werdenfels auf Errichtung eines Betriebsgebäudes vorgelegen. Während der Debatte darüber waren jedoch einige Fragen aufgetaucht, bei denen Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) Klärungsbedarf sah und vorschlug, den Vorsitzenden der Flieger, Dr. Robert Hecht, einzuladen. Dieser stand nunmehr den Ratsmitgliedern Rede und Antwort. „Wir sind jetzt sechs Jahre in Pömetsried und haben viele Gastpiloten aus ganz Deutschland da“, sagte der 52-Jährige, der vor allem die große Nachfrage junger Menschen nach dem Flugsport hervorhob. „Viele Flugschüler aus der Umgebung wollen bei uns fliegen lernen. Unser Ziel ist es, das Fliegen für diese Jugendlichen erschwinglich zu machen“, unterstrich Hecht, der deren Zahl mit etwa 25 angab. Aus diesem Grund würden ein großer Schulungsraum und eine Werkstatt benötigt, um den Schülern etwa den Faserverbundbau der Segelflugzeuge und deren Elektronik näherzubringen. Um ein Flugzeug, das eine Spannweite von 18 bis 20 Metern besitzt, in die Werkstatt zu bringen, benötige der Neubau jedoch eine gewisse Größe – in diesem Falle 11 auf 25 Meter.

    Die Frage von Thomas Guggemoos (NLO), ob nicht das auf dem Gelände befindliche, unter Denkmalschutz stehende Bauernhaus für diese Zwecke genutzt werden könne, verneinte Hecht: „Wir bräuchten da zum Beispiel eine Zufahrt, für die der wunderschöne alte Baum gefällt werden müsste. Das wollen wir aber nicht. Außerdem bringen wir unsere Werkstatt da nicht rein.“ Auch mache es wenig Sinn, die Flugleitung dort unterzubringen, weil es von dort aus keinen Überblick auf die Landebahn gebe. Dem Verein sei sehr viel daran gelegen, für die alte Hofstatt eine vernünftige Nutzung zu finden, sagte der Vorsitzende weiter. So sei etwa an die Einrichtung einer Jugendherberge gedacht, an einen Veranstaltungsort mit Bühne oder an Vereinsräume. Er regte in diesem Zusammenhang an, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit dem Thema befasse.

    Bürgermeister Scheuerer erinnerte daran, dass bei einer Nutzung des Gehöfts durch die Flieger viele Auflagen zu erfüllen seien. „Außerdem bringt es nicht wirklich was, da Flugzeuge reinzustellen“, lautete sein Befund. Richard Frombeck (CSU) wollte wissen, ob sich nach der Errichtung des Neubaus die Flugfrequenz auf dem Platz erhöhe. „Wir werden deshalb nicht mehr Flugzeuge haben“, entgegnete Hecht, „was mehr stattfindet, ist Jugendschulung. Wir brauchen für eine vernünftige Ausbildung auch vernünftige Räume“. Des Weiteren regte Frombeck an, das mit sieben Grad Neigung geplante Pultdach zu begrünen, wofür sich Hecht offen zeigte. Scheuerer arbeitete diese Idee als Empfehlung in den Beschlussvorschlag ein.

Heino Herpen

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