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Erster Mann der Blade-Night: Tim Regan, sportlicher Leiter des SC Riessersee.

Wann gibt‘s die Fortsetzung?

200 Rollschuhläufer unterwegs: Skaternacht in Ohlstadt kommt gut an

Es lohnt sich auf den Nachwuchs zu hören. Auf Anregung des Kindergemeinderats  fand in Ohlstadt die erste Roller- und Skaternacht statt. Und war ein voller Erfolg. Rund 200 Teilnehmer fuhren auf Ohlstadts Straßen entlang. 

Ohlstadt – Was dabei herauskommen kann, wenn man auf die Ideen von Kindern Rücksicht nimmt, konnte man in Ohlstadt erleben. Denn dort veranstaltete der Kindergemeinderat zusammen mit der Gemeinde die erste Roller- und Skaternacht. Ganz nach dem Vorbild der Blade Nights in großen Städten wurden hierfür die Straßen gesperrt. Vier Kilometer lang war die Strecke, die die Partenkirchener Straße hinunter und über den Wertstoffhof wieder zurück führte.

Etwa 200 Teilnehmer kamen mit so ziemlich allem, was Rollen hat – ob Skates, Rollschuhe, Roller oder Skateboards. Alles war vertreten. Jedes Kind bekam einen Stempel mit dem „Ohlstadt passt!“-Logo, mit dem es im Anschluss in fast jeder Gaststätte alkoholfreie Getränke für 1,50 Euro gab. Am etwas abschüssigen Startpunkt hatten die Organisatoren Lautsprecherboxen aufgestellt und heizten mit Rockmusik die Stimmung an.

„Ich finde es cool, dass extra alles für uns abgesperrt wurde“, freute sich der neunjährige Jakob Seebald, der Mitglied im Kindergemeinderat ist. „Ich hab jetzt schon richtig Spaß“, bestätigte auch Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei). Er stand noch etwas unsicher auf den Rollen, wollte aber auf die Teilnahme nicht verzichten.

Ganz vorne wartete bereits das blinkende Safety-Car, das von einem Penzberger Autohaus zur Verfügung gestellt wurde. Tim Regan, der Wahlohlstädter und sportliche Leiter des SC Riessersee, führte den Zug an. „Keiner überholt ihn“, machte Bürgermeister Scheuerer den Teilnehmern via Mikrofon deutlich. „Er fährt vorn, weil er es gut kann. Und aus einem ähnlichen Grund fahre ich lieber ganz hinten.“ Gut ausgerüstet mit Helmen und Gelenkschonern startete die Menge zu den Klängen von „Smoke on the water“ in die Richtung des ersten Ziels. Denn am Wertstoffhof gab es eine kleine Verpflegung und isotonische Getränke. Diese wurden, dank Scheuerers Vergangenheit als Extremsportler, vom Hersteller gesponsert. Nach einer zweiten, etwas abgewandelten Runde, wartete auf die Sportler eine ausgelassene Feier auf dem Rathausplatz. Im Pavillon rockte die Ohlstädter Band „Gang“. Auf einer eigens gebauten Holzbahn konnten die Besucher kegeln und beim Lattlschießen ihre Geschicklichkeit beweisen. Und die jüngeren Teilnehmer genossen es, mal so richtig lang am Abend aufbleiben zu dürfen.

Beate Berger

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