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Olympia 2018: Handschlag über alle Gräben hinweg

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Symbolkraft: Nachdem sie in der Redaktion unserer Zeitung kontrovers über Olympia diskutiert haben, geben sich Axel Doering (l.) und Peter Fischer die Hand. Foto: Sehr
Symbolkraft: Nachdem sie in der Redaktion unserer Zeitung kontrovers über Olympia diskutiert haben, geben sich Axel Doering (l.) und Peter Fischer die Hand. Foto: Sehr

Garmisch-Partenkirchen - Ihre Positionen liegen weit auseinander: Peter Fischer hält Olympia 2018 für eine große Chance für Garmisch-Partenkirchen, Axel Doering fürchtet einen Ausverkauf der Heimat. Erstmals diskutierten die Frontmänner der Bürgerbegehren miteinander.

Als Frontmann des Bürgerbegehrens mit dem Titel „Keine Olympischen Winterspiele - Gegen den Ausverkauf der Heimat“ steht Axel Doering auf der einen Seite, Peter Fischer als die Gallionsfigur von „Pro Olympia 2018“ auf der anderen Seite. Auf Einladung des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts setzten sie sich erstmals an einen Tisch, um über die Bewerbung und die Zukunft des Marktes zu diskutieren: kontrovers und leidenschaftlich, auch emotional, aber niemals verletzend.

Und am Ende des Gespräches gaben sie sich die Hand und lachten zusammen. „Ich habe gedacht, dass Sie noch unterschreiben“, frotzelte Fischer und hielt Doering einen Packen mit Unterschriftenlisten hin. Doering konterte und zog eine Postkarte und eine Liste der Olympiagegner aus der Jackentasche, um sie Fischer zu überreichen.

Der Umgang der zwei Leitfiguren miteinander könnte Vorbildcharakter für den Ort haben.

Bis zu einem Bürgerentscheid wollen sich Doering und Fischer auseinander setzen, „aber nicht streiten“, wie der Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz betont. Der Geschäftsführer des Organisationskomitees zur Ski-WM, Peter Fischer, pflichtet ihm bei: „Es darf niemals passieren, dass einer wegen einer anderen Meinung in die Ecke gestellt oder diffamiert wird. Und die Diskussion muss immer über der Gürtellinie bleiben.“

Wann die Garmisch-Partenkirchner zur Abstimmung gerufen werden, ist nach wie vor offen. Beide Protagonisten wollten im Interview nicht sagen, wie viele Unterschriften sie für ihr Begehren bereits gesammelt haben.

Das ganze Gespräch lesen Sie auf einer Sonderseite in der Wochenendausgabe (12./13. März) des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts. (matt)

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