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Einsatz für Olympia: Biwi Rehm. Foto: Thomas Sehr

Olympia 2018: Jodeln für die Spiele

Garmisch-Partenkirchen - Es geht um jede einzelne Stimme. Um die über 100 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees zu gewinnen, setzen die deutschen Bewerber auch auf die Stimme von Biwi Rehm – er soll bei der Präsentation in Südafrika jodeln.

Der spontane Auftritt von Biwi Rehm hat die Besucher der IOC-Evaluierungskommission begeistert. Und die Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 offenbar ebenso: Der weit gereiste und bekannte Sänger und Musikant aus Garmisch-Partenkirchen soll bei der Präsentation am Mittwoch für die deutsche Delegation auf dem Podium sitzen – neben Bundespräsident Christian Wulff, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude sowie der Kuratoriumsvorsitzenden Katharina Witt und Geschäftsführer Bernhard Schwank.

Eigentlich sei es ja noch ein Geheimnis, sagt Rehm im Gespräch mit dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, aber nach einigem Zögern gibt er zu: „Ich bin mit zwei kurzen Jodlern in das Programm eingebunden.“ So viel steht fest: Das können nur die Bayern, die Südkoreaner und die Franzosen nicht.

Welchen Ruf er anstimmen wird, verrät der 77-Jährige nicht. Aber er macht sich augenzwinkernd Gedanken zur Vorbereitung: „Hoffentlich gibt es auch einen guten südafrikanischen Rotwein – ich brauche ja schon ein bisserl Doping für die Stimme.“ In Durban hat Rehm übrigens schon einmal gesungen: mit Bruder Wacki 1963. Es war ein schöner Auftritt.

„Ich glaube eher, dass wir die Spiele kriegen“, meint er. Seine Freunde jedenfalls würden ihm schon mit auf den Weg geben: „Wehe, Du bringst as ned mit . . .“ Rehm will seine Stimme dafür geben.

(matt)

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