Olympia 2018: Die Tage nach der Entscheidung sind bereits geplant

Garmisch-Partenkirchen - Alles konzentriert sich auf den 6. Juli, den Tag der Entscheidung über Olympia 2018. Doch Thomas Bach blickt schon auf die Tage nach der Entscheidung in Durban – mit einem Zuschlag für München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee.

Im Falle des Zuschlags müssten bereits am 7. Juli die Bagger anrollen, um die wichtige Bahnlinie zwischen München und Garmisch-Partenkirchen auszubauen sowie die Umfahrung für den Ortsteil Partenkirchen (Wanktunnel) in Angriff zu nehmen, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bei der letzten Pressekonferenz am Flughafen München. „Die positiven Folgen für die Bevölkerung würden binnen Tagen sichtbar werden.“

Rasch vorangehen würde es auch auf der Verwaltungsebene. Am 11. Juli wird Bach am Morgen in Deutschland landen. Für den Nachmittag ist bereits ein Termin mit Vertretern der Bundesregierung und des DOSB zur Gründung des Organisationskomitees angesetzt. Noch in der gleichen Woche ist eine Gesellschafterversammlung vereinbart.

Entscheidend ist auch, wie es mit der Bewerbungsgesellschaft weitergeht. Möglicherweise geht sie in einer neuen Gesellschaft auf. Würde sie dabei auch das erwartete Defizit der Bewerbung in Höhe von rund vier Millionen Euro übertragen, müssten es die Gesellschafter nicht zahlen. Der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen bliebe also erspart, weitere 670.000 Euro zu überweisen. Sie hätte sogar Chancen, das bereits 2009 ausgezahlte Darlehen von rund 440.000 Euro zurückzubekommen.

Matthias Holzapfel

Rubriklistenbild: © dpa

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