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Steigt der Ballon erneut?

Olympia 2022: Bürgermeister Schmid sieht positive Signale

Garmisch-Partenkirchen - Frankfurt am Main liegt rund 475 Kilometer entfernt vom Werdenfelser Land. Doch der Garmisch-Partenkirchner Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) hat am Dienstagnachmittag „absolut positive Signale“ aus der Metropole vernommen - zu Olympia 2022.

Es tagte das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hinter verschlossenen Türen. Die Stellungnahme, die es anschließend verbreitete, wertet Schmid als klaren Fingerzeig für einen zweiten Anlauf für Olympia – mit München und Garmisch-Partenkirchen.

Tatsächlich heißt es in der sechs Punkte umfassenden Erklärung zunächst, dass der DOSB das Interesse für eine erneute deutsche Bewerbung begrüße; er spricht von „zahlreichen Befürwortern“ für Spiele im Winter in München und Garmisch-Partenkirchen sowie für Spiele im Sommer in Berlin und Hamburg. Doch im Detail geht das Papier nur auf die Winterspiele ein. Weil Garmisch-Partenkirchen „fix drinsteht“, hält Schmid auch alle Diskussionen „für erledigt“, es könnte eine Kandidatur ohne die Gemeinde geben. Wegen der starken Widerstände gegen den Anlauf für 2018 hatte es zwischenzeitlich Gedankenspiele gegeben, Garmisch-Partenkirchen durch das Berchtesgadener Land zu ersetzen.

Positiv wertet Schmid auch, dass sich der DOSB zwar dem Zeitplan des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude (SPD) anschließt; der spricht sich für ein Bürgervotum am 10. November aus, vier Tage vor dem Ablauf der Bewerbungsfrist. „Doch der DOSB überlässt das den Kommunen. Es ist niemand verschnupft, wenn die Bürger früher abstimmen“, sagt Schmid. Sollte der Münchner Stadtrat Mario Schmidbauer (CSU) indes mit seinem Bürgerbegehren einen Entscheid bereits im Frühjahr 2013 erzwingen, will Schmid in Garmisch-Partenkirchen ein Ratsbegehren initiieren. „Es sollen die Bürger in beiden Orten am gleichen Tag abstimmen“, bekräftigt er erneut.

Matthias Holzapfel

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