Für Eishockey-Fans derzeit unpassierbar: die Baustelle am Nordbalkon des Eisstadions. foto: sehr

Olympia-Eissportzentrum: Schnelle Sanierung bis zum Saisonstart

Garmisch-Partenkirchen - Die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen stecken etwa 250 000 Euro in den Nordbalkon. Bis zum G8-Gipfel im Juni 2015 soll auch ein neuer Brandschutz installiert sein.

Der Zeitplan für die Sanierungsarbeiten am Olympia-Eissportzentrum (OEZ) in Garmisch-Partenkirchen hat’s in sich. Die ersten Vorbereitungsspiele oder den Nürnberger Versicherungs-Cup hat der SC Riessersee bereits absolviert. Mitte September beginnt die Saison. Und noch ein Datum rückt immer näher: der 4. und 5. Juni 2015, wenn die Staatschefs der mächtigsten Wirtschaftsnationen beim G8-Gipfel in Schloss Elmau tagen. Während dieses Großereignisses soll das OEZ zum Pressezentrum umfunktioniert werden. Bis dahin müssen aber noch ein paar Baustellen beseitigt werden. Derzeit richtet sich die volle Konzentration auf den Nordbalkon oberhalb der Kassen, für dessen Erneuerung die Gemeindewerke um die 250 000 Euro in die Hand nehmen.

„Die Kosten sind wieder etwas reduziert worden“, schildert Wotan Lichtmeß die Finanzsituation. Zwar habe man 2013 noch mit 150 000 Euro kalkuliert, doch zwischendrin „standen wir auch schon mal bei 280 000 Euro“. Pfennigfuchser will er allerdings nicht spielen. Denn die Arbeiten seien dringend nötig. Das ergaben auch die Untersuchungen vor Ort: „Durch die früher eingebauten Rohre im Balkon ist belastetes Wasser in die Hohlräume gedrungen“, beschreibt der Gemeindewerks-Vorsitzende den maroden Zustand. Das Streusalz im Wasser hat den Beton angegriffen. Jetzt heißt es für die Bauarbeiter, aufbohren und Wasser ablassen, ehe der Balkon eine neue gefüllte Schicht erhält. In vier bis fünf Wochen sollte das Thema allerdings erledigt sein. „Bei den SCR-Spielen müssen die Aufgänge und die Fluchtwege benutzbar sein.“

Während die Sanierung der vier Duschen und Kabinen (zirka 80 000 Euro) bereits erledigt ist, steht ein weiterer Punkt auf dem Programm: der Brandschutz in allen Hallen. Türen, Fenster werden feuerfest gemacht, Holzteile durch Beton ersetzt. Ebenso entstehen elektronisch gesteuerte Fluchtwege. „Wenn diese wichtigsten Maßnahmen fertig sind“, unterstreicht Lichtmeß, „sind wir up-to-date.“

Dann könnte theoretisch auch das Pressezentrum im Zuge des G8-Gipfels, durch das sich Lichtmeß „gute Mieteinnahmen“ verspricht, kommen. Gewissheit gibt’s derzeit nicht. Bisher liegt ihm keine verbindliche Zusage vor. „Sicher wissen wir es erst, wenn die Nutzungsverträge unterschrieben sind.“ Mit diesen rechnet der Gemeindewerks-Chef in etwa acht bis zehn Wochen. Im Falle, dass sich das Eissport- in ein Pressezentrum verwandeln wird, kann Lichtmeß schon eines vorweg nehmen: Das OEZ wird zur „Sperrzone“.

Manuela Schauer

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