Im Einwohnermeldeamt, wo die Listen geprüft werden, erhält Bürgermeister Thomas Schmid (2. v. l.) die Unterschriften-Packen von (v. l.) Reiner Schmid-Egger, Renate Grünauer und Karl Merk, den Vertretern des Bürgerbegehrens. Foto: brinkmann

Olympia-Gegner übergeben Unterschriften

Garmisch-Partenkirchen - Nach den Befürwortern der Olympia-Bewerbung haben jetzt auch die Gegner die Unterschriftenlisten für ihr Bürgerbegehren im Rathaus abgegeben.

Neben großer Freude schwingt in Axel Doerings Stimme leises Bedauern mit: „Natürlich finde ich es schade, dass ich bei der Übergabe der Unterschriften nicht dabei war“, sagt der Frontmann des Bürgerbegehrens gegen Olympia, der gerade in Frankreich Urlaub macht. Nachdem sich vergangene Woche allerdings noch einmal gut 400 Unterstützer auf den Listen der Initiative eingetragen haben, stand für seine Mitstreiter fest, dass sie die 2420 Unterschriften möglichst rasch im Rathaus einreichen wollen. „Das beweist auch, dass nicht alles von einem abhängt“, betont Doering.

Am Freitagvormittag überreichten Renate Grünauer, Reiner Schmid-Egger und Karl Merk drei Päckchen, liebevoll mit Schleifen zusammengebunden, an Bürgermeister Thomas Schmid. Damit reichten sie ihre Listen nur wenige Stunden nach den Befürwortern der Olympia-Bewerbung ein, die ihre 2400 Unterschriften am Donnerstagnachmittag abgegeben hatten. „Es ist wirklich gut gelaufen und sehr schnell gegangen“, meint Grünauer. Bis zur Gemeinderatssitzung, in der über die Zulässigkeit der Bürgerbegehren entschieden wird, wollen sie und die übrigen Vertreter noch weiter sammeln. Hintergrund ihrer Bemühungen ist, dass die Verträge mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) überprüft werden sollen. „Unser Bürgerbegehren wird offenlegen“, kündigt Doering an, „dass diese für die Bewerberorte unzumutbar sind.“

Ob diese Frage zusammen mit dem Anliegen der Befürworter oder in einem seperaten Bürgerentscheid geklärt wird, muss der Gemeinderat entscheiden. Sollten beide Begehren in einem münden, müsse eine Stichfrage gestellt werden, erklärt Schmid. Danach würden die Benachrichtigungskarten verschickt. „Wir machen hier keine abgespeckte Version, sondern ziehen’s durch wie bei einer normalen Kommunalwahl.“ (tab)

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