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Es bröckelt und bröselt: Das Olympia-Skistadion verfällt langsam.

SCP finanziell an Bau der Schanze beteiligt

Olympia-Skistadion: Zurück in den Schoß der Gemeinde?

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Garmisch-Partenkirchen - Das Olympia-Skistadion verfällt mehr und mehr. Jetzt versucht die Gemeinde über die historische Stätte wieder die Verfügungsgewalt zu bekommen. Dazu braucht sie allerdings den SC Partenkirchen, der per Vertrag die Rechte an dem Areal hält.

Dauergast im Rathaus und bei Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) ist seit Wochen Michael Maurer. Zwei Themen gibt’s zu besprechen zwischen Verwaltung, Rathaus-Chefin und dem Präsidenten des Skiclubs Partenkirchen. Erster Punkt – wie immer um diese Jahreszeit – das Neujahrsskispringen. Der andere ist neu und liegt vor allem Meierhofer am Herzen. Sie möchte wieder die Verfügungsgewalt über das altehrwürdige Olympia-Skistadion erlangen. Dort hat seit 2006 der SCP – mit über 1900 Mitglieder einer der größten Sportvereine im Landkreis – das Sagen. Ex-Bürgermeister Thomas Schmid (damals CSB) schloss mit den SCP-Verantwortlichen Verträge, die dem Club weitreichende Rechte einräumt. Aus gutem Grund, wie Maurer meint. „Immerhin haben wir uns am Bau der neuen Schanze mit 1,5 Millionen Euro beteiligt.“

Das Prestigeprojekt, ohne das die Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen wohl nicht mehr Station gemacht hätte, kostete letztlich mehr als 17 Millionen Euro statt der veranschlagten 9 Millionen Euro. Dem Wunsch der Gemeinde, die Verträge zu entflechten, will sich Maurer gar nicht verschließen. Allerdings macht er auch deutlich, „dass ohne unseren Segen nichts stattfinden kann“. Die Verhandlungen empfinden beide Parteien als fair. „Wir wollen keinen Streit. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg“, so Meierhofer. „Man kann über alles reden“, sagt Maurer. Kooperativ hatte sich der SCP schon immer gezeigt. Man habe schon in der Vergangenheit Veranstaltungen zugelassen, sagt Maurer. Er nennt als Beispiele das Alpentestival, die BMW-Motorrad-Days oder Veranstaltungen des AC Garmisch-Partenkirchen.

Klar ist für ihn aber, dass sich die Situation für den SC Partenkirchen, der mehr als 300 Kinder und Jugendliche im Trainingsbetrieb stehen hat, „nicht verschlechtern darf. Die Alternative muss passen“. Um die Übungseinheiten in den Monaten ohne Schnee, die sich derzeit alle im Skistadion abspielen, zu gewährleisten, deutet sich eine Lösung an, mit der Maurer durchaus leben könnte. Er spechtet auf den Sportplatz am Mühlanger. Maurer hofft auf „großzügige Belegungsrechte“, am liebsten wäre ihm „Exklusivität“.

Die Gemeinde wird wahrscheinlich alle Hebel in Bewegung setzten, damit der Deal zustande kommt. Sie möchte das Skistadion zurück in ihren Schoß, um es zu vermarkten. Seit Jahren bröckeln und bröseln die alten Gebäude und die Tribünen vor sich hin. Bis auf den Leuchtturm Große Schanze stellt das Areal kein Schmuckstück mehr dar. Bauamtschef Jörg Hahn bezeichnet den Zustand als „kontrollierten Verfall“. Jetzt besteht die Chance, die Arena – ebenfalls einer der zahlreichen Verlustbringer, welche der Gemeinde finanzielle Fesseln anlegen – wieder mit Leben zu erfüllen, sie aufzuhübschen und damit mehr Einnahmen zu generieren. Die Regierung von Oberbayern hatte während der Verhandlungen rund um den G7-Gipfel mündlich zugesagt, die Gemeinde aus dem Topf der Städtebauförderung bei der Renovierung, die teuer kommt, finanziell zu unterstützen. Allein der Bauunterhalt kostet drei, der Ausbau zu einem Erlebnis-Parcours Olympia-Stadion noch einmal zwei Millionen Euro. Dem Vernehmen nach stehen 60 Prozent Unterstützung im Raum; werden tatsächlich sämtliche fünf Millionen Euro als förderfähig anerkannt, könnten drei Millionen Euro fließen. In dieser Woche verhandelte Meierhofer erneut mit Vertretern der Regierung von Oberbayern in Garmisch-Partenkirchen. „Wir bekommen die Fördergelder jedoch nur, wenn wir ein Verwertungskonzept für das Skistadion vorlegen können“, macht Meierhofer die Zwänge deutlich. Deshalb die intensive Verhandlungen mit Dauergast Michael Maurer.

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