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Olympische Winterspiele 2018: Flächen gesucht für rund 6000 Parkplätze

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Landkreis - Für die Planer sind es Details, für die Menschen vor Ort interessante Nachrichten. Von 6000 Parkplätzen im Nord-Landkreis war anfangs die Rede. Jetzt beginnt der Olympia-Feinschliff.

1000 in Großweil, 3000 in Eschenlohe, 1000 in Pömetsried und nochmals 800 auf Ohlstädter Flur: So lauteten die ersten Angaben in Sachen Olympia-Parkplätze im nördlichen Landkreis. Wieviele es jetzt genau werden sollen, wird zur Zeit ermittelt. Die Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 bittet noch um Verständnis. „Bis dato ist es schlecht, ewas zu sagen. Es sind derzeit Leute von uns unterwegs, um zu sehen, was machbar ist“, erklärt Pressesprecher Jochen Färber.

So geschehen wohl auch in Großweil: Vertreter aus München hatten sich mit Grundstückseignern zusammengesetzt, um auszuloten, wieviel an Flächen auf dortiger Flur für den Park & Ride-Platz an der Autobahnausfahrt Großweil genutzt werden könnten. „Es dürfte sich jetzt so um die 1500 Stellplätze handeln“, berichtet Bürgermeister Manfred Sporer (CSU). „Hauptsächlich auf Wiesen an der Ausfahrt gegenüber der Autobahnmeisterei, aber auch im Kleineren, um Flächen südlich der Staatsstraße beim Friedhof. Hier dürften wohl in naher Zukunft Verträge unterzeichnet werden.“ Ein Großteil der Gundbesitzer würde das Vorhaben unterstützen. Vorausgesetzt, dass es auf ihren Flächen nicht zu einem Erdabtrag oder zu Aufschüttungen kommen werde.

Über Veränderungen an der Staatstraße auf Großweiler Flur sei bei diesem Termin nicht gesprochen worden, sagt Sporer. Allerdings sei in einem früheren Gespräch deutlich geworden, dass auf der Strecke zwischen Autobahnausfahrt Großweil bis nach Schwaiganger einen Bus-Shuttle eingerichtet werden soll. „Für Privat-Pkw wird die Straße dann wohl nur eingeschränkt nutzbar sein oder ganz gesperrt werden“, vermutet Sporer. Was er aber für nicht so tragisch hält, denn „wenn man allein an die fünf Hochwassersperrungen in diesem Jahr denkt, dann müsste für die Zeit der Olympischen Spiele diese Situation auch zu überbrücken sein“.

Was mit den bislang 3000 genannten Parkplätzen bei Eschenlohe endgültig sein wird, kann Bürgermeister Anton Kölbl (CSU) nicht sagen. Derzeit liefen „immer wieder einmal vereinzelt“ Gespräche. „Von den 3000 Plätzen war die Rede, als noch Oberammergau als Biathlon-Austragungsort im Rennen war. Damals hieß es, dass sie idealerweise am Bahnhof oder wenigstens zwischen Autobahn und Bahnlinie liegen sollten. Und dass sie mit bis zu 30 Zentimeter Kies aufgeschüttet werden sollen, was mittlerweile aber vom Tisch ist.“ Jetzt - mit der Olympia-Stätte in Schwaiganger - sei alles anders. „Wir wissen nicht, wie viele es jetzt sein werden“, erklärt Kölbl. Zwischenzeitlich war sogar einmal die Rede von bis zu 3500. „Aber weil ja jetzt Großweil mit dazu gekommen ist und man außerdem nicht weiß, wieviele Plätze auf Ohlstädter Flur eingerichtet werden, stimmt diese Zahl wohl auch nicht mehr.“

Lauteten die Angaben in den ersten Olympia-Detailplänen 1000 Stellplätzen auf dem neuen Segelfluggelände in Pömetstried und weiteren 800 auf Ohlstädter Flur. Wie Bürgermeister Anton Fischer (NLO) erklärte, werde derzeit unter anderem über zwei Hektar Grund nahe der Bartlmämühle für Stellflächen verhandelt. (sp)

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