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Ortsentwicklung Garmisch-Partenkirchen: Ideen von 135 Studenten weggeworfen?

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„GAP neu gedacht“: So lautete der Titel einer Ausstellung von Studenten zur Zukunft des Marktes. Das riesige Modell soll weggeworfen worden sein. Foto: Sehr
„GAP neu gedacht“: So lautete der Titel einer Ausstellung von Studenten zur Zukunft des Marktes. Das riesige Modell soll weggeworfen worden sein. Foto: Sehr

Garmisch-Partenkirchen - Der Markt Garmisch-Partenkirchen habe keinen Plan zur Ortsentwicklung. Es fehle die Nachhaltigkeit im Ort. Doch diesmal kommt Kritk auch aus einer anderen Richtung.

Der Deutsche Werkbund ist eine Vereinigung mit bundesweit 1500 (berufenen) Mitgliedern aus den Bereichen Architektur und Design, Stadt- und Regionalplanung, Kunst, Forschung, Lehre, Politik, Wirtschaft, Journalismus, Industrie, Handwerk und Handel. In Garmisch-Partenkirchen brachten sich seine Vertreter bei den Planungen im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 ein. Dazu begleiteten sie die Ausstellung „GAP neu gedacht“, für die sich 135 Studenten der Technischen Universität München monatelang mit der Zukunft des Ortes auseinander gesetzt hatten. Im Sommer sollte ein städtebaulicher Wettbewerb folgen. Passiert ist nichts.

„Das Modell wurde vorgestellt, es verschwand und wurde vermüllt“, ärgerte sich Dieter Koppe, der Vorsitzende des Werkbundes in Bayern, bei einer öffentlichen Veranstaltung in Garmisch-Partenkirchen. Die Studenten von vier Lehrstühlen hätten eine Flut von Anregungen und Lösungen für den Ort aufgezeigt. „All das wurde, vielleicht haben wir es auch nicht wahrgenommen, nicht aufgegriffen“, sagte Koppe enttäuscht.

Der Kritik entgegnete Rathaus-Sprecher Florian Nöbauer, dass die Gemeinde die Kompetenz des Werkbundes sehrwohl zu schätzen wisse. Doch bei der Sommerklausur zur Ortsentwicklung habe sich kein Einvernehmen über ein Engagement der Vereinigung erzielen lassen. Nöbauer kündigte stattdessen an: „Der Markt wird den Werkbund gegebenenfalls projektorientiert hinzuziehen.“ (matt)

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