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Langanhaltenden Beifall erntet der Partenkirchner Familienchor unter der Leitung von Alexander Kaufmann bei der Vorstellung seines Katholikentag-Programms in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt.

90-minütige Darbietung begeistert das Publikum

Partenkirchner Familienchor bereit für den Katholikentag

Garmisch-Partenkirchen - Es war so etwas wie eine Generalprobe vor heimischen Publikum: Der Partenkirchner Familienchor präsentierte in der Pfarrkirche sein Programm für Leipzig - und erntete stehende Ovationen.

„Es war mehr als ein Konzert, es war fast ein Gottesdienst“, sagte die Moderatorin nach dem Schlusslied. Freilich wird wohl kaum am Ende eines Gottesdienstes ein derart begeisterter Beifall ertönen wie an jenem Abend, an dem der aus 75 Sängern bestehende Partenkirchner Familienchor in der Pfarrkirche für eine hinreißende, eineinhalbstündige Darbietung seines Könnens stehende Ovationen der rund 200 Zuhörer erntete.

Die vor 16 Jahren gegründete Sangestruppe war einst aus der Idee heraus entstanden, hatte Gemeindereferentin Susanne Weber zu Beginn des Konzerts erläutert, „dass Eltern und Kinder gemeinsam singen und unsere Familiengottesdienste musikalisch mitgestalten“. Doch mittlerweile hat der Chor, dessen Sänger aus rund 30 Partenkirchner Familien kommen und zwischen 4 bis 54 Jahren alt sind, seine Feuerprobe längst grandios bestanden. Mit dem Auftritt beim Katholikentag 2014 in Regensburg. Außerdem wurde das Ensemble nunmehr auch dazu ausersehen, beim 100. Katholikentag Ende Mai in Leipzig mitwirken zu dürfen. „Das freut uns natürlich ganz besonders“, betonte Weber. „Doch selbstverständlich wollen wir unser Kirchentags-Programm zuerst im heimatlichen Partenkirchen präsentieren.“

Dort war zwar beim Konzert unter dem Motto „Das ist der Mensch!“ das Gotteshaus sicher nicht so gut gefüllt wie vermutlich Ende Mai beim Katholikentag, doch das, was man hören durfte, war eindrucksvoll. Unter der Leitung von Alexander Kaufmann hatten Mütter, Väter und Kinder im Lauf der Jahre ein Repertoire von über 100 geistlichen Liedern zur Ausschmückung von Gottesdiensten erarbeitet. Die meisten davon sind übrigens bis auf die Gospels in deutscher Sprache und stilistisch dem „Neuen Geistlichen Lied“ (von Kathi Stimmer bis Gregor Linßen) zuzuordnen.

Dabei präsentieren sich die Sänger in der Regel vierstimmig und das mal fetzig-schwungvoll und dann wieder ganz gefühlvoll, stets jedenfalls mit ansprechenden modernen Texten. Einfach auch der Programmablauf: Erst singen nur die kleinen Kinder zwischen vier und zehn Jahren, dann gesellen sich peu à peu die Älteren hinzu und schließlich steht die gesamte Chorgemeinschaft vor dem Altar, wird im Hintergrund gelegentlich mit himmlisch anmutendem Orgelsound untermalt, im Vordergrund vom Gitarristen Florian Ritter und auch mal mit Querflötenklang.

Da lassen also die Jüngsten zuerst allein das „Lied über mich“ hören, anschließend heißt’s „Flinke Hände, flinke Füße, wache Augen“. Und schließlich singt der gesamte Familienchor „Ganz egal“, das Lied zur heurigen Sternsingeraktion. Eindringlich erschallt „Kyrie, Herr steh’ uns bei, wir Menschen schaffen es nicht allein“, rührend kommt sodann der Gospel „This little light of mine“ und anlässlich des heurigen Jahres der Barmherzigkeit „Die Kraft des Guten“. Besonders eindrucksvoll wird’s, als der aus Holland stammende Sänger Bas Klein Paste ergreifend Michael Jacksons weltberühmtes „Heal the world“ intoniert („Heile die Welt“). Gemeinsam mit allen Zuhörern wird die Bergpredigt „Selig seid ihr“ besungen und zum Finale erklingt der Lieblingssong des Familienchors „Ein Licht in Dir geborgen“.

Ergänzt wird das alles mit eindrucksvollen Fotos und sekundenschnellen Videos, die auf eine Leinwand über den Sängern projiziert werden. Lieder vom „Mensch-Sein und Mensch-Bleiben“ heißt das Motto und auf dessen eindrucksvolle Umsetzung in eine wundervolle Programm-Harmonie kann dieser Laienchor zu Recht stolz sein.

Wolfgang Kaiser

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