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Eine der einprägenden Szenen der Passion: Jesus (Frederik Mayet) verletzt und mit Dornenkrone kurz vor seiner Kreuzigung.

Nächste wichtige Sache: die Spielerwahl

Passion 2020: 65 Prozent der Arrangements gebucht

Auf der ITB in Berlin hat Oberammergau die nächste Verkaufsrunde der Passionskarten eingeläutet: Jetzt können auch Privatkunden Pakete kaufen. Diese waren im vergangenen Jahr bei den Wiederverkäufern begehrt.

Oberammergau/Berlin – Zwischen dem Pressefrühstück der ostfriesischen Inseln und der Vorstellung eines neuen Center-Parks im Allgäu schlug in Berlin gestern die Stunde des Ammertals: Bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) hieß es um Punkt 13 Uhr „Passionsspiele Oberammergau 2020: Ein Dorf lebt für sein Spiel“. Eine Pressekonferenz, bei der die Verantwortlichen um Werkleiter Walter Rutz positive Nachrichten zu verkünden hatten: den Zwischenstand zum Vorverkauf.

Infos für die Journalisten: (vl.) Werkleiter Walter Rutz, Bürgermeister Arno Nunn und Spielleiter Christian Stückl.

„Inzwischen sind bereits 65 Prozent der 220.000 zur Verfügung stehenden Kontingente für den touristischen Wiederverkäufer vertraglich fixiert worden“, sagt Gerhard M. Griebler, Geschäftsführer beim Eigenbetrieb Kultur. Diese Pakete beinhalten außer einer Eintrittskarte auch eine (ab 294 Euro pro Person im Doppelzimmer) oder zwei Übernachtungen (ab 394 Euro pro Person im Doppelzimmer) und Abendessen. Der Verkauf erfolgt in drei Stufen: Zunächst konnten die Reiseveranstalter die Pakete buchen, jetzt Privatkunden, später folgt der Einzel-Verkauf von Eintrittskarten ohne Übernachtungen. Wann diese auf den Markt kommen, steht laut Rutz noch nicht fest. Da laufen derzeit die Absprachen. Für ihn wird auf der ITB deutlich, dass die vielen Markt-Aktivitäten des Eigenbetriebs – Messebesuche, Inforeisen und Workshops – Früchte zeigen: „Wir bekommen positives Feedback.“

Diese Erkenntnis nimmt auch Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei) mit, der die rund 50 Journalisten im ITB-VIP-Raum im Namen der Gemeinde begrüßen durfte. Während Rutz die Zahlen vorgestellt hat, erzählte Spielleiter Christian Stückl den Medienvertretern vom Gelübde, der Spielerwahl im Herbst und der Inszenierung im Jahr 2020. „Unser Menschenfänger“, sagte Nunn mit einem Lachen. Es habe sich gezeigt: „So wie wir das Thema angehen mit den engen Kontakten“, komme dies auf dem Markt gut an.  „Vor zehn Jahren war alles noch anders“, sagt Nunn. Zum Beispiel das Vorgehen der Wiederverkäufer, die die Arrangements in großen Paketen abgenommen haben. Als es 2009 dann einen Einbruch im amerikanischen Markt gab, war der Schreck groß. „Damals wurden rund 100 000 Arrangements zurückgegeben“, sagt Rutz. Heute werden eher kleine Paket abgenommen und verkauft, dann erst gebe es eine neue Nachfrage, erklärt Nunn. Umso positiver kann die Entwicklung und die Zahl 65 Prozent bewertet werden.

Noch bis Ende des Monats haben die Oberammergauer nun die Möglichkeit, sich bei der Gemeinde zu melden und ihr Mitwirkungsrecht in Anspruch zu nehmen. Im Oktober steht als nächster großer Termin die mit Spannung erwartete Spielerwahl an. Für Rutz ist eine weitere Aufgabe wichtig: das Sicherheitskonzept. „Das soll bis zum Ende des Jahres stehen.“ Auch bei der ITB habe sich gezeigt, dass es Thema ist.

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