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Stellen sich der Herausforderung: Eva-Maria Reiser (l.) und Andrea Hecht übernehmen 2020 die Rolle der Maria.

Eine macht das Triple voll

Hauptrolle „Maria“ abgeräumt: Darum haben beide Darstellerinnen nicht mit ihrer Wahl gerechnet 

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In zwei sichtlich verblüffte Gesichter durfte Spielleiter Christian Stückl am Samstag schauen: In das von Andrea Hecht und in das von Eva-Maria Reiser. Sie wurden mit der Maria-Rolle überrascht. 

Oberammergau Zweimal schon verkörperte sie die Maria. Eine Frau, die sie bewundert. Für ihre bedingungslose Mutterliebe und ihr unerschütterliches Gottvertrauen – „das fehlt uns manchmal“. Bei der Passion 2020 wollte Andrea Hecht eigentlich als Chorsängerin auf der Bühne stehen. Wie schon 1977, 1980 und 1984. Um wieder aufgenommen zu werden, musste sie eine Prüfung bestehen. „Das war ganz schön anstrengend.“ Wen sie dabei allerdings nicht auf dem Schirm hatte, war Christian Stückl. Der Spielleiter hatte andere Pläne mit der 47-Jährigen. Er hat sie wieder als Maria besetzt. Die Rolle teilt sie sich mit Eva-Maria Reiser.

Völlig überrascht verfolgt Hecht die Bekanntgabe der Darsteller. „Das ist eine Ehre, aber auch eine Last“, betont die Kauffrau und Holzbildhauerin. Zum einen gelte es, „den Schmerz über den Weg des Sohnes auszudrücken“, erinnert sie sich an die Herausforderungen. Zum anderen müsse die Maria aber auch sehr viel Kraft ausstrahlen. „Es ist keine große Rolle“, sagt Hecht. „Aber eine, die mit wahnsinnig vielen Erwartungen verbunden ist.“ Dass Stückl sie zum dritten Mal als Maria besetzt – „das war nicht vielen gegönnt“ –, freut sie natürlich.

Genau wie Reiser, die ebenfalls nicht mit dieser Rolle gerechnet hat. 2010 stand sie als Maria Magdalena, die Begleiterin von Jesus, auf der Bühne. „Die habe ich sehr gern gespielt“, betont die 34-Jährige. Vor allem die Freude der Maria Magdalena, die sie bei der Auferstehung in die Welt trägt, faszinierte sie. Sich für die kommende Passion der anderen großen Frauengestalt, die so wichtig war für das Leben des Gottessohnes, nähern zu können, findet die Flugbegleiterin sehr spannend. „Das ist eine ganz andere Herausforderung.“ Eine, der sie – noch – „mit gemischten Gefühlen“ entgegensieht.  

Passion 2020 in Oberammergau: Die Rollen sind verteilt - Bilder

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