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Der Festgottesdienst findet wie schon im Jahr 2006 im Stadion am Gröben statt. Im Anschluss marschieren die Gäste mit einem Festzug durch die Marktgemeinde zum Olympia-Eissportzentrum.

Ein besonderer Gast hat sich angekündigt

Ein Fest für 4000 Gebirgsschützen

Garmisch-Partenkirchen - Ein Großereignis jagt das nächste: Nach den Militärmusikern vom GaPa-Tattoo belegen die Gebirgsschützen das Eisstadion. Am Sonntag, 8. Mai, feiern sie ihren Patronatstag. Knapp 4000 Teilnehmer werden zum Ehrenfest der Gottesmutter Maria in der Marktgemeinde erwartet.

Thomas Maurer hat einiges zu tun in diesen Tagen. Er ist der Hauptmann der Gebirgsschützen-Kompanie Garmisch und somit verantwortlich für die Veranstaltung des diesjährigen Patronatstages am Sonntag, 8. Mai, in Garmisch-Partenkirchen. Das Hauptfest des Bundes der bayerischen Gebirgsschützenkompanien findet heuer zum dritten Mal nach 1998 und 2006 in der Marktgemeinde statt. Trotz monatelangem Vorbereitungsstress, eine große Freude und Ehre für Maurer und seine Kameraden. „Wir übernehmen diese verantwortungsvolle Aufgabe sehr gerne.“ Die Organisatoren erwarten Gäste aus dem ganzen Freistaat. Alle 47 bayerischen Kompanien haben sich für den Patronatstag angemeldet. In Zahlen ausgedrückt: knapp 4000 Teilnehmer, 25 Trommlerzüge, 13 Spielmannszüge und 24 Musikkapellen. Eine gehörige Menge, die es ordnungsgemäß zu versorgen gilt. „Wir sind bemüht, es all unseren Gästen recht zu machen“, versichert Maurer.

Der Grund für die großen Feierlichkeiten liegt weit in der Vergangenheit. Im Jahre 1616 – also vor genau 400 Jahren – ernannte Herzog Maximilian die Gottesmutter Maria offiziell zur Schutzpatronin Bayerns. Ihr zu Ehren ließ er an der Fassade der Münchner Residenz eine Bronzeskulptur anbringen: Die „Patrona Bavariae“. Da die Tradition der Gebirgsschützen zu großen Teilen auf der von Maximilian organisierten Landesverteidigung basiert, verehren diese die Mutter Gottes bis zum heutigen Tag in besonderem Maße. Seit 1916 ist der erste Sonntag im Mai für das katholische Ehrenfest vorgesehen. Dieses Jahr muss der bedeutende Termin jedoch um eine Woche verschoben werden, da ein gesetzlicher Feiertag („Tag der Arbeit“) auf das besagte Datum fiel.

Welch hohes Maß an Interesse die Großveranstaltung auch außerhalb der Gebirgskompanien auslöst, zeigt ein Blick auf die Gästeliste. Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der zugleich als Schutzherr fungiert, kommt zusammen mit seiner Frau ins Werdenfelser Land. Der Politiker soll allerdings nicht der einzige prominente Besucher sein. „Bei uns haben sich schon etliche Ehrengäste angekündigt“, verkündet Maurer, ohne weitere Namen zu nennen. Die Zuschauer sollen sich am besten selbst ein Bild davon machen.

An die Bürger von Garmisch-Partenkirchen richtet der Gebirgsschützen-Hauptmann noch einen ganz persönlichen Wunsch: „Wir bitten die Bevölkerung ihre Häuser entlang des Festzugverlaufs zu beflaggen.“ Die Gäste sollen umgeben von einem weiß-blauen Fahnenmeer ins Eissportzentrum marschieren.

Simon Nutzinger

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