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Paulaner Cup des Südens in Garmisch-Partenkirchen steht auf der Kippe

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Unkalkulierbar: Ob der Rasen im Olympia-Skistadion, der momentan noch entweder überschwemmt oder schneebedeckt ist, bis 16. Mai fit wird für den großen FC Bayern, ist mehr als fraglich. © Sehr

Garmisch-Partenkirchen - Am 16. Mai soll der FC Bayern im Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen gegen eine Amateurelf um den Paulaner Cup des Südens spielen. Doch die Partie steht auf der Kippe.

Die Veranstaltung droht das Budget der Münchner Brauerei zu sprengen. Sogar eine Absage steht offenbar im Raum. Je konkreter die Planungen wurden, desto höher stiegen die Kosten. „Sie haben gewusst, dass viel zu machen ist, um dort ein Fußballspiel auf diesem Niveau zu machen", sagt der zuständige Tourismusdirektor von Garmisch-Partenkirchen, Peter Nagel. Die Dimensionen wurden jedoch offenbar von beiden Seiten unterschätzt.

Vor dem Paulaner Cup: Bilder aus dem Skistadion

Eine Entscheidung sollte eigentlich bis Freitag fallen, bis zum späten Nachmittag gab es jedoch noch keine Aussage von Seiten der Brauerei. Allein für die Infrastruktur - Überbauung der Westtribüne, Sicherheit, Umkleidekabinen, und so weiter - würden geschätzte 70 000 Euro anfallen. Noch nicht eingerechnet ist die Summe für eine temporäre Flutlichanlage, die möglicherweise auch noch benötigt wird. Und genau davon hängt im Moment die Entscheidung ab. Falls der TV-Sender Sport1 das Gaudi-Spiel live übertragen sollte, ist eine fernsehtaugliche Lichtanlage nötig. Das würde nochmal zirka 80 000 Euro kosten. Ob Paulaner dieses Geld in die Hand nehmen möchte, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden.

Ein anderes Problem ist der Rasen. Das Geläuf ist derzeit weit davon entfernt, darauf sorgenfrei millionenteure Fußballerbeine einem Ball hinterherlaufen zu lassen. Der Untergrund, der monatelang unter einer dicken Eis- und Schneeschicht lag, ist in einem katastrophalen Zustand. Teile sind immer noch bedeckt, der Rest überschwemmt oder zerfurcht. Neujahrsskispringen, Alpine Ski-WM und andere Veranstaltungen haben deutliche Spuren hinterlassen. „Der Boden ist hinüber“, sagt Tourismusdirektor Peter Nagel.

Bei GaPa-Tourismus haben sie aber keine Sorgen, dass der Rasen nicht rechtzeitig in Form kommen würde. „Der Untergrund wird von der Gemeinde wieder so hergestellt, dass das kein Problem ist“, sagt Nagel. Sechs Wochen bleiben, um den Untergrund in einen dem FC Bayern angemessenen Zustand zu bringen, mit dem sich die Marktgemeinde nicht blamiert. Mit neu sähen und düngen ist das nicht zu schaffen. Die einzige Möglichkeit ist ein neuer Rollrasen. Kostenpunkt: Mindestens 80 000 Euro, zu bezahlen von der Kommune. Ob und in welchem Umfang sich daran der Verursacher, das WM-OK, beteiligen müsste ist noch nicht geklärt.

Doch das ist noch Zukunftsmusik - wenngleich sie nicht weit weg liegt. Erst einmal muss festehen, ob das teure Grün überhaupt benötigt wird. (lxs)

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