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Auf weiße Haare haben es die Tierschänder abgesehen.

Pferdehasser am Werk?

Verdacht auf Tierquälerei: Schweifhaare abgeschnitten

Oberammergau - Unverständlich und kurios: Unbekannte Täter schneiden Pferden auf der Koppel des Hanselbauernhofs ihren Schweif ab. Die Polizei in Oberammergau sucht nach Zeugen. 

Es ist absolut unverständlich und ziemlich kurios. Am helllichten Tag haben ein oder mehrere Unbekannte auf der Koppel des Hanselbauernhofs an der Warbergstraße in Oberammergau Pferden Teile ihres Schweifs abgeschnitten. Betroffen sind 3 von 19 Tieren, denen lediglich weiße Haare entfernt wurden. Nachdem die Besitzer die Tat, die sich bereits am Dienstag ereignet hat, bei der Polizei anzeigte, ermitteln die Beamten nun wegen des Verdachts der Tierquälerei.

Bei den Haltern ist die Sorge groß, dass hier ein Pferdehasser sein Unwesen treibt. Bei ihnen wurden schnell Erinnerungen an die grausame Bluttat im Gestüt Schwaiganger wach. Vor gut zwei Jahren hatte ein Unbekannter einer trächtigen Stute in den Kopf geschossen – am helllichten Tag, während in der Reithalle nebenan die Hengstschau vor gut 500 Besuchern ablief.

So schlimm ist der aktuelle Fall zwar nicht, die Empörung ist trotzdem groß. „Ich spaziere doch auch nicht einfach in eine Garage und nehme mir einen Benzinkanister“, schreibt Regi Hibler, eine der Betroffenen auf Facebook. Nicole Brandenburg, ebenfalls eine Geschädigte pflichtet ihr bei: „Es geht nicht, dass jemand Fremdes einfach auf unsere Koppel kommt und so etwas macht“, entrüstet sie sich. Schließlich brauchen die Pferde ihren Schweif. Dieser dient zur Abwehr gegen Fliegen. Die lassen sich ansonsten überall auf den Vierbeinern nieder und beißen diese. Das wiederum sorgt für Ekzeme bei den Tieren. Darum sei der Vorfall keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen, sind sich die Frauen einig. „Sonst müssten wir unsere Pferde mit Decken einpacken, um sie zu schützen“, sagt Brandenburg. „Ich hoffe, dass jemand die Haare ,nur‘ für Schmuck gebraucht hat und nicht den Tieren schaden wollte.“

Die Pferde aufgrund des unschönen Vorfalls von der Koppel in den Stall zu stellen, das wollen sie und Hibler nicht. Schließlich gebe es für die Tiere nichts Schöneres als sich im Freien bewegen zu können. Deshalb setzen die Frauen und die Vertreter der Polizeistation Oberammergau auf Zeugen, die helfen, das Ganze aufzuklären und eine weitere Schändung zu vermeiden. „Da laufen so viele Menschen herum“, sagt Hibler. „Ich hoffe, dass die nun mehr die Augen offen halten

mn/tab

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