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Marco Wanke würde den Flohmarkt gern etablieren.

Diskussion über den Veranstaltungstag

Pilotprojekt am Hausberg-Parkplatz

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Garmisch-Partenkirchen - Das gibt es bisher in der Region noch nicht. Zeit wird's, findet Marco Wanke. Der Moderator und Organisator von Großveranstaltungen will deshalb einen landwirtschaftlichen Flohmarkt ins Leben rufen.

Marco Wanke ist Rock’n’ Roll-Fan, trägt Tattoos auf der Haut und schraubt gern an Motorrädern herum. Jetzt begibt sich der Moderator und Organisator von Großveranstaltungen wie der „Weißen Nacht“ auf fremdes Terrain. Der 36-Jährige plant im September einen landwirtschaftlichen Flohmarkt am Hausberg-Parkplatz.

Die Idee ist Wanke durch ein Gespräch mit einem Landwirt aus dem Ortsteil Partenkirchen gekommen. „Die haben alle soviel in irgendwelchen Stadln deponiert“, sagt der Initiator. Buldogs, Anhänger oder andere Utensilien wie alte Milchkannen – eben alles aus dem landwirtschaftlichen Bereich könnten sie somit auf dem Flohmarkt verkaufen. „Das wäre eine gute Plattform“, sagt Wanke. Schließlich seien die Landwirte nicht gerade die „Topseller bei Ebay“.

An dem Vorhaben fand auch der Hauptausschuss der Marktgemeinde Gefallen. Er genehmigte das Vorhaben einstimmig – allerdings erst nach einer kleinen Diskussionsrunde über den Veranstaltungstag. Wanke hat in seinem Antrag zwei Termine vorgeschlagen: Samstag, 10., und Sonntag, 11. September – aber mit Verweis, dass Letzterer geeigneter wäre, weil samstags noch viele arbeiten müssen.

Das Ordnungsamt hat bei diesem Wunschtermin aber seine Bedenken. „Der Sonntag hat bayernweit eine hohe Wertschätzung“, sagte Leiter Wolfgang Berger in der Sitzung. „Ein geschützter Tag.“ Außerdem vermutet er, dass die Akzeptanz eines Flohmarktes an einem Werktag für Betroffene höher wäre. Mal ganz von den Auflagen abgesehen. „Am Samstag wär’s leichter.“ Claus Gefrörer (CSU) schloss sich Berger an. „Ich hab’ mit Sonntag schon ein gewisses Problem.“ Er denkt dabei an die Anlieger. Denn schon die BMW-Motorrad-Days sind ihm zufolge eine Belastung für die Anwohner der Alpspitzstraße gewesen. Hinzukommt, dass der Flohmarkt bereits um 6 Uhr beginnt. „Das ist arg früh.“

Widerspruch bekam Gefrörer aus den eigenen CSU-Reihen. „Landwirte arbeiten samstags“, machte Michael Bräu deutlich. „Wenn der Flohmarkt ein Erfolg werden soll, dann muss er am Sonntag sein.“ Das Gremium einigte sich schließlich darauf, Wanke die Wahl selbst zu lassen. Wie die aussehen wird, ist nicht schwer zu erraten. Ihm geht es darum, dass viele Landwirte kommen. Davon geht er an einem Sonntag aus, zumal ein solches Angebot seines Wissens in der näheren Umgebung nicht vorhanden ist. Genau deshalb schwebt ihm auch vor, den Flohmarkt dauerhaft zu etablieren.

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