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Fast wie im Casino: Das Poker-Turnier am Staffelsee-Gymnasium läuft professionell ab.

Pokerturnier am Murnauer Staffelsee-Gymnasium

Schulaula wird zum Casino

Murnau – Das hat es am Murnauer Staffelsee-Gymnasium noch nicht gegeben: Im Rahmen eines P-Seminars veranstalteten Schüler ein Poker-Turnier, um das logische Denken spielerisch zu trainieren.

In der Aula des Murnauer Staffelsee-Gymnasiums herrscht eine konzentrierte Stille, die hin und wieder von einem leisen Murmeln oder dem Klappern der Pokerchips durchbrochen wird. Einheitlich in Hemd und Anzug gekleidet, sitzen die Teilnehmer des P-Seminars unter der Leitung von Michael Fischer an den Tischen und mimen professionelle Dealer. Auf der Bühne, wo der Profi-Finaltisch steht, ist der aktuelle Mindesteinsatz projiziert. Der sogenannte „Blind“ wird jede halbe Stunde verdoppelt. Damit steigt die Spannung.

    Das erste Pokerturnier am Staffelsee-Gymnasium war mit 43 Teilnehmern ein voller Erfolg. Nach ganzen fünfeinhalb Stunden reiner Spielzeit konnte sich Martin Friedrich, der an der Einrichtung Geschichte und Englisch unterrichtet, als Sieger durchsetzen. Dafür bekam er den Hauptpreis in Form einer Playstation 4. Gespielt wurden „No Limit“ und „Texas Hold’em“. Der Abend folgte einer festen Turnierstruktur, die von den Schülern selbst festgelegt wurde. Fischer, der sich bei dem Projekt eher im Hintergrund hielt, war von dem Engagement seiner 14 Seminarteilnehmer begeistert: „Die Organisation war perfekt. Dinge wie Kartengeben, Catering und die Betreuung der insgesamt sechs Tische haben reibungslos funktioniert.“

    Dem war eine lange Planungszeit von eineinhalb Jahren vorausgegangen, wobei die Schüler sich intensiv um Organisation und das Werben von Sponsoren widmeten. „Es war eine Menge Arbeit, diesen Abend auf die Beine zu stellen. Aufgeregt war ich schon, da ich als Dealer stets konzentriert sein musste und keine Fehler machen durfte“, fand etwa Simon Wild (18). Die Teilnehmer nahmen ihre Rolle sehr ernst. Diese Professionalität wurde auch vom Publikum gelobt: „Der Ablauf ist wirklich gut durchdacht und es macht Spaß, dabei zu sein“, meinte der Spieler Dominik Ritter. Voraussetzungen für die Teilnahme war ein Mindestalter von 16 Jahren sowie grundlegende Pokerkenntnisse. In diesem Bereich sammelten die Schüler dank des Projekts einige Erfahrungen: „Ich habe noch nie zuvor Poker gespielt und bin fasziniert von der spannenden Mischung aus Strategie und Glück“, sagte der 17-jährige Simon Tant. Damit hat Fischer das übergeordnete Ziel, den Jugendlichen logisches Denken spielerisch nahezubringen, erreicht.

Constanze Wilz

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