Reger Betrieb herrscht beim Pond Hockey Cup auf den Freiflächen des Olympia-Eissportzentrums ebenso wie auf den Zuschauertribünen. foto: sehr

Pond Hockey Cup: Nur der See fehlt

Garmisch-Partenkirchen - Der Pond Hockey Cup kam gut an - trotz der Verlegung ins Eisstadion. Ein bisschen gefehlt hat der See beim Eishockey-Turnier á la back to the roots schon.

Eigentlich müsste Franz Reindl froh sein, dass das Wochenende vorbei ist. „Das war schon deutlich Mehraufwand“, gibt der Generalsekretär des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) zu. Ist er aber nicht. Für den 58-Jährigen war der Pond Hockey Cup im Olympia-Eissportzentrum „eine Riesengaudi“. Nicht nur für ihn. „Es gibt viele Teams, die wiederkommen wollen“, sagt Reindl.

Die Chance dazu sollen sie 2014, bei der vierten Auflage des Eishockey-Turniers, bekommen. Denn nur einen Tag nach dem Wochenende mit knapp 200 Spielen, die 64 Teams auf sechs Kleinfeldern ausgetragen haben, denkt der Garmisch-Partenkirchner schon ans nächste Jahr. Dann will er die Mannschaften aber wieder auf dem Rießersee begrüßen. Denn „das Ambiente am See wurde schon vermisst“. Die traumhafte Kulisse, bei der „manche gar nicht zum Spielen kommen vor lauter Schauen“. Die fehlte heuer. Gerade bei einer Veranstaltung, die zu den Wurzeln des Eishockeys zurückkehren will. Zu Zeiten, in denen Männer auf zugefrorenen Seen ohne Ausrüstung, nur mit Schläger und Handschuhen, auf zwei Kisten als Tore spielten.

Obwohl das warme Wetter im Vorfeld den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung machte, ist Reindls Fazit „durchweg positiv“. Er ist selbst überrascht, dass knapp 4000 Zuschauer das Turnier verfolgten. Und das, obwohl der Pond Hockey Cup eigentlich „ein Teilnehmer-Event ist“, keine typische Zuschauer-Veranstaltung.

Das könnte sich im nächsten Jahr ändern. Reindl hat einige Anregungen vom Wochenende mitgenommen und neue Ideen für die Wiederauflage 2014 im Kopf. Beispielsweise eine andere Team-Einteilung. „Die Qualität der Spiele ist im Laufe des Cups besser geworden“, meint er. Darum sollen die Mannschaften künftig in vier Klassen antreten: Hobbyspieler, Amateure, Profis und Traditionsteams. Bei Letzteren wünscht sich der DEB-Funktionär Matches zwischen Teams aus Eishockey-Geburtststätten wie Füssen, Bad Tölz, Köln, Düsseldorf und natürlich Garmisch-Partenkirchen.

Reindl hofft, auch etwas Schärfe aus den Spielen nehmen zu können. Denn für die Teams sei der erste Tag zwar „reine Gaudi“ gewesen, aber am Finaltag, „wenn es ums Gewinnen geht, wird’s hart“. Dennoch hielten sich die Verletzungen in Grenzen. Das Schlimmste waren einige herausgeschlagene Zähnen. Aber die gab’s schon immer beim Eishockey. Und das Wichtigste: „Hinterher haben sich alle wieder die Hand gegeben.“

Janine Tokarski

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