Mit schwerem Gerät sind derzeit Daniel Weickel (r.) und Anda Raubal unterwegs. Sie fräsen den zugefrorenen Riessersee auf und schaffen mit dem Hobel einen glatten Untergrund für die Pond Cup-Spiele. foto: alpin convention (fkn)

2. DEB Pond Hockey Cup: Titelkampf auf dem Riessersee

Garmisch-Partenkirchen - 80 Mannschaften, weit über 100 Spiele, zwei Tage, ein WM-Titel: Am Wochenende, 11. und 12. Februar, findet in Garmisch-Partenkirchen die Neuauflage des DEB Pond Hockey Cups statt.

Beim 2. Pond Hockey Cup des Deutschen Eishockeybundes (DEB) geht es aber um mehr als nur den Sieg. Es geht um Tradition, um die Erinnerung an Zeiten, in denen Mannschaften noch auf zugefrorenen Seen um die Eishockey-Ehre kämpften - ohne komplizierte Regeln. Zurück zu den Wurzeln führt die Veranstaltung den Sport heuer am Wochenende, 11. und 12. Februar. Nach der Premiere 2011 kreuzen dann wieder Amateur- und Profi-Mannschaften auf dem Riessersee in Garmisch-Partenkirchen die Schläger.

Ein Konzept, das gut ankommt: Waren es 2011 noch 56 Mannschaften, die in drei Kategorien - Amateure, Profis und Prominente - antraten, sind es heuer schon rund 80 Teams. „Offiziell lief die Anmeldefrist ja noch bis vor einigen Tagen, aber schon vor Weihnachten gab es Wartelisten“, sagt DEB-Pressesprecherin Carina Bitzer.

Allein 56 Mannschaften kämpfen bei den Amateuren um den Sieg, weitere 20 Profi-Gruppen kommen hinzu. Unter ihnen sind zahlreiche Teams der Deutschen Eishockey Liga (DEL): beispielsweise der EHC München, die Eisbären Berlin, die Iserlohn Roosters und die Hannover Scorpions. „Wir haben den Cup extra auf ein DEL-spielfreies Wochenende gelegt“, betont Bitzer. Viele Mannschaften der Ersten Liga hätten sich das gewünscht, um am Pond Hockey Cup teilnehmen zu können.

Mit dabei sind auch die Vorjahressieger der Profis: die Alte-Herren-Mannschaft des SC Riessersee mit DEB-Sportdirektor Franz Reindl, Ex-SCR-Spieler Sepp Lehner und U20-WM-Botschafter Ferdinand Strodl. Das Publikum erwartet Eishockey auf höchstem Niveau.

Dafür sorgt auch eine weitere Neuerung in diesem Jahr: Erstmals kämpfen sechs internationale Teams, unter anderem aus Italien, Ungarn, Österreich, der Slowakei und natürlich Deutschland, um einen WM-Titel: Bei der ersten inoffiziellen „Pond Hockey Weltmeisterschaft 2012“. Diese wird, ebenso wie die Finalspiele, am Sonntag, 12. Februar ausgetragen.

Die über 100 Vorrunden-Begegnungen finden am Samstag zuvor statt. Gespielt wird pro Match zweimal zehn Minuten auf acht statt wie im vergangenen Jahr auf sechs Kleinfeldern. Es treten jeweils immer vier Spieler gegeneinander an, weder Torhüter noch Schlagschüsse und Checks sind erlaubt.

Verfolgen können die Zuschauer den Cup vom Ufer aus. Auch über den Aufbau von Tribünen hatten die DEB-Verantwortlichen nachgedacht, verwarfen die Pläne aber wieder. Auf dem See selbst können Besucher nicht zuschauen, „das Eis wird doch sehr stark belastet“, sagt Bitzer. Sollte dieses selbst für die Spiele nicht stark genug sein, könnte der Cup auf die Außenfläche des Olympia-Eissportzentrums verlegt werden. „Aber wir sind fest davon überzeugt, dass es auf dem Riessersee klappt.“ Derzeit wird er bereits präpariert.

Abseits der Spielfläche sind eine kulinarische „Pond-Meile“, ein Kinder-Programm und eine Party mit DJ und Live-Musik im Seehaus des Riessersee Hotels für Samstagabend geplant.

Janine Tokarski

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