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Die Zeichen stehen gut, dass es wieder einen Dorfladen in Bad Bayersoien geben wird. 

Die Zeichen stehen auf Neuanfang

Projekt Dorfladen Bad Bayersoien geht weiter

Bad Bayersoien - Es gibt gute Nachrichten aus Bad Bayersoien: Das Projekt Dorfladen geht nach den Querelen weiter. Nun wählten die Anteilseigner einen neuen Gesellschafterrat.

Positiv denken, gute Stimmung verbreiten: Nach diesem Grundsatz haben sich Franziska Kieweg und Angelika Neugebauer vor einer Woche aus dem Projekt Dorfladen in Bad Bayersoien offiziell verabschiedet. Denn bei aller Uneinigkeit im Hintergrund, die, wie berichtet, in einem Zerwürfnis der fünf Gesellschafterräte geendet hatte, zeigten sich die zwei Frauen überzeugt: „Es wird einen Dorfladen in Bad Bayersoien geben.“ Als Vorsitzende des Entscheidungsgremiums für die Gründung eines Dorfladens traten sie zurück, um einen raschen Neuanfang zu ermöglichen.

Genau dafür wurde nun der erste Schritt gemacht: In einer nicht-öffentlichen Versammlung der Anteilseigner haben diese nun einen neuen Gesellschafterrat gewählt. Künftig werden also Karl-Heinz Schuster, Benjamin Schuster, Jörg Steidten, Freiherr von Hoenning-O’Connel und Ursula Janssen das Projekt vorantreiben.

Mit welchen Vorstellungen sie ihr Amt allerdings antreten und wann sie sich für weitere Planungen treffen, war am Donnerstag nicht zu erfahren. Fest steht jedenfalls: Die fünf Bad Bayersoier haben einiges zu tun. Unter anderem müssen sie entscheiden, welches Ladenlokal in Frage kommt.

Die Immobilien-Frage hatte zuletzt die internen Differenzen zur künftigen Ausrichtung des Ladens im alten Gesellschafterrat an die Öffentlichkeit gebracht. Obwohl sich die fünf Räte um Kieweg, Neugebauer, Sprecher Andreas Baar, Maximilian Drexler und Benedikt Engmann darauf geeinigt hatten, sich auf einen Standort zu konzentrieren – Baar zufolge stand man kurz vor der Unterzeichnung einer Absichtserklärung –, beriefen die beiden Vorsitzenden eben genau zu diesem Thema eine Versammlung mit den Anteilseignern ein. Informiert hatten sie die anderen drei Gesellschafterräte darüber im Vorfeld jedoch nicht. Diese stellten daraufhin überraschend ihre Ämter zur Verfügung.

Offenbar aber haben sich die Querelen nicht auf die Dorfladen-Begeisterung im Ort ausgewirkt: Bürgermeisterin Gisela Kieweg verzeichnet bereits 197 Anteilszeichner, die sich mit rund 65 000 Euro beteiligen würden. 90 000 Euro hatten die Planer ursprünglich für den Start veranschlagt. Und die Zeichen stehen gut, dass dieser Betrag zusammenkommt, zumal der Bürgermeisterin zufolge trotz des Ärgers niemand abgesprungen sei. Im Gegenteil: Auch in der Versammlung „kamen noch Anteilseigner hinzu“. Kieweg zeigt sich begeistert von der Resonanz. „Das ist absolut positiv. Es gibt eine tolle Unterstützung im Dorf."

Juliane Klieser und Katharina Bromberger

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