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Ortsentwicklung 

Rathaus Bayersoien: Jetzt wird alles saniert

Bad Bayersoien - Gute Nachricht von Bürgermeisterin Kieweg: Das Ammertal-Dorf kann 232.000-Euro-Zuschuss für  das sanierungsbedürftige Rathaus gut gebrauchen.

Die Finanzspritze tut Bad Bayersoien richtig gut: Dank des Zuschusses von 232 000 Euro aus dem sogenannten bayerischen Kommunal-Investitions-Programm (KIP) kann das Rathaus ohne Bauchschmerzen energetisch saniert werden. Bekanntlich bietet der Haushalt heuer keine großen Spielräume, doch jetzt sieht es mit den Arbeiten an der Dorfverwaltung wesentlich besser aus. Entsprechend freudestrahlend las Bürgermeisterin Gisela Kieweg im Gemeinderat die schriftliche Zuschusszusage vor, die sie nur wenige Stunden vor der Sitzung aus dem bayerischen Innenministerium erhalten hatte. „Das war eine irre Arbeit“, lobte sie sich selbst ein bisserl – schließlich habe sie den Förderantrag allein, ohne Hilfe eines Ingenieurbüros ausgefüllt, um Kosten zu sparen.

Auf Nachfrage wird Kieweg später dann konkreter: 90 Prozent der Bausumme werden vom Freistaat übernommen. Eine Kostenschätzung und Auftragsvergabe gibt es jedoch noch nicht. Klar ist nur: „Mit der Förderung können wir jetzt alles machen“, sagt Kieweg. „Das ist absolut notwendig.“ Gedacht ist unter anderem an ein neues Dach und zeitgemäße Fenster für das mehr als 120 Jahre alte Gebäude. Zudem soll der Eingangsbereich zum Verwaltungstrakt und zur Tourist-Information barrierefrei, sprich behindertengerecht, gestaltet werden. Die einstige „Bierlingvilla“ wurde 1895 von Ludwig Bierling als Wohnhaus mit Eisenwarenlager gebaut. Laut Bayersoier Häuserchronik ging es 1955 an eine Erbengemeinschaft über. 1962 erwarb es die Gemeinde. Seitdem wird das Anwesen an der Dorfstraße als Rathaus genutzt. Mittlerweile ist es jedoch sichtlich in die Jahre gekommen.

Der örtliche Energie-Arbeitskreis um Zweiten Bürgermeister Georg Haseidl hat sich bereits für eine Modernisierung der Heizung eingesetzt und war die Feuchtigkeit in einigen Räumen angegangen. Doch gerade die alten Fenster blieben weiter ein Problem. Zudem gibt es Senkrisse im Mauerwerk, für deren Beseitigung stehen im Haushalt 20 000 Euro bereit. Wann die umfangreiche Sanierung startet, ist laut Kieweg allerdings noch unklar. „Ziel wäre heuer.“ Spätestens aber im kommenden Jahr sollen die Arbeiter anrücken. Bis Mitte 2017 will die Rathauschefin ein neues Domizil haben. Die geplante neue Ausstattung des Sitzungsraums muss die Gemeinde allerdings selbst tragen. Im Haushalt stehen 2200 Euro für einen Beamer und 1500 Euro für einen Sitzungstisch.

Andreas Baar

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