Tragischer Frontalunfall auf der Ortsumfahrung fordert zweites Todesopfer

Tragischer Frontalunfall auf der Ortsumfahrung fordert zweites Todesopfer
Verbesserungswürdig: Im Sitzungssaal werden Akustik und Belüftung auf modernsten Stand der Technik gebracht. pan

Rathaus wird gipfel-tauglich

Garmisch-Partenkirchen - Schon in den nächsten Tagen beginnen die Bauarbeiten im Rathaus. Mit viel Lärm und Staub. In allen drei Geschossen sind Mitarbeiter der Verwaltung umgezogen.

Es muss schnell gehen. Sehr schnell. Denn bis Ende Mai 2015 muss der Umbau im Garmisch-Partenkirchner Rathaus abgeschlossen sein. Rechtzeitig vor dem G7-Gipfel 2015 in Schloss Elmau. Dann wird das Gebäude als Lagezentrum für die Freiwilligen Feuerwehren, die Rettungs- und die Hilfsorganisationen dienen. Die Bauarbeiten beginnen also in diesen Tagen. Sind sie abgeschlossen, stehe „eine verbesserte Funktionalität sowie ein höheres Raumangebot“ zur Verfügung, sagt Rathaussprecher Florian Nöbauer. Zuvor aber würden sie „Einschränkungen“ mit sich bringen, genauso „viel Lärm und viel Dreck“. Das werde für die Mitarbeiter der Verwaltung „sehr, sehr belastend“. Auch für die Bürger, wenn sie das Rathaus aufsuchen. Aber es gibt keine Alternative.

Rund 2,3 Millionen Euro sind für das Vorhaben kalkuliert. Vor allem für den Brandschutz hätte die Kommune in den kommenden Jahren ohnehin tüchtig nachrüsten müssen: Es fehlt ein zweiter Fluchtweg im Fall eines Unglücks. Aber auch Sanierungsarbeiten und ein barrierefreier Ausbau bis zur Empore standen an. Das hätte der Markt grundsätzlich selbst zahlen müssen. Weil das Rathaus aber für den Gipfel gebraucht wird, schießt der Freistaat Bayern ordentlich zu: Mindestens 60 Prozent sind mündlich zugesagt. „Die Garmisch-Partenkirchner Bürger werden also vom Treffen der Staats- und Regierungschefs im Elmauer Tal langfristig profitieren“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kürzlich.

Das neue Treppenhaus entsteht direkt neben dem Haupteingang. Zur Orientierung: Wer bisher vom Foyer durch die Glastür in den Flur trat, fand im ersten Büro auf der rechten Seite das Standesamt. Das ist umgezogen. Genauso wie die Teile der Finanzverwaltung darüber und des Bauamtes im zweiten Obergeschoss.

In den vergangenen Tagen haben Verwaltungsmitarbeiter viele Kisten gepackt und geschleppt. Auch der Bauhof half tatkräftig mit, Möbel zu transportieren. „Die Kollegen müssen zunächst zusammenrücken“, schildert der Rathaussprecher. Um den Bürgern entgegenzukommen, finden sie die Ämter und die Mitarbeiter zumindest auf dem gleichen Flur wie bisher.

Umziehen werden auch die Gemeinderäte müssen. „Wir verbessern auch die Sitzungssäle“, betont Nöbauer. Neben einem barrierefreien Zugang zur Empore geht es vor allem um eine Verbesserung der Akustik mit einer neuen Mikrofon- und Lautsprecheranlage sowie einer Belüftung. Ersatz hat der Rathaussprecher und Büroleiter der Bürgermeisterin schon reserviert. So wird der Gemeinderat auch im Olympiasaal des Kongresshauses tagen, die Ausschüsse setzen sich in den Tagungsräumen und bei Garmisch-Partenkirchen Tourismus zusammen.

Die letzten Details der Umsetzung erarbeiten Fachleute gerade noch. Das Rathaus steht bekanntlich unter Denkmalschutz. Ein Vorbau neben dem Haupteingang wäre wohl nur schwer möglich, und er erscheint wenig ansehnlich. Eine besondere Aufgabenstellung für die Planer: „Ein öffentliches Gebäude hat ja auch eine Vorbildfunktion“, betont Nöbauer.

Am Montag beginnen nun die Abbrucharbeiten. Die Aufträge hat Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhoher (SPD) kurzfristig vergeben. Die Summe liegt nach Informationen von Bauamtsleiter Jörg Hahn im Finanzausschuss „leicht über der Kostenschätzung“. Noch ist das kein Problem. Denn die Auftragssumme für die Baumeister-Arbeiten, die sich anschließen, sind etwas geringer als erwartet.

Einstimmig beschloss der Ausschuss, dass auch dieses Gewerk die Bürgermeisterin vergeben darf - obwohl der Betrag über 250 000 Euro liegt. Hahn machte deutlich, wie eng der Zeitplan ist: „Wenn wir diesen Weg nicht wählen“, erklärte er, und statt dessen die nächste mögliche Sitzung des Gemeinderates abgewartet wird, „verlieren wir zehn Tage. Das ist für uns ein Problem.“

Von Matthias Holzapfel

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