Rauch über dem Ammergebirge: Großeinsatz

Altenau – Die Situation ist in diesen Tagen äußerst brenzlig, die Polizeibeamten und Mitarbeiter in der Integrierten Leitstelle Oberland sind sensibilisiert.

Bilder: Großeinsatz in Unternogg

Bilder: Großeinsatz in Unternogg

Gerade seit der Katastrophe bei Lenggries. Bei dem Wort „Waldbrand“ in einem Notruf fackeln sie nicht lange, sondern setzen ein Großaufgebot von Helfern in Marsch. Wie am Mittwochmittag: Ein aufmerksamer Passant hatte bei Unternogg Rauch über dem Ammergebirge entdeckt – die Leitstelle löste Großalarm für neun Freiwillige Feuerwehren aus den Kreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau sowie für Polizei und Rettungsdienste aus. Zum Glück war ihr Einsatz nicht notwendig: Es stellte sich heraus, dass auf Füssener Seite ein angemeldetes Holzerfeuer den Rauch verursacht hat.

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Gegen 12.15 Uhr war dieser Alarm aufgelaufen. Sofort rückten die Feuerwehren Altenau, Oberammergau, Unterammergau und Bad Kohlgrub aus dem Kreis Garmisch-Partenkirchen sowie Rottenbuch, Peiting, Wildsteig, Steingaden, Schönberg und Etting aus dem Kreis Weilheim-Schongau auf den Weg. Auch ein halbes Dutzend Landwirte eilte mit Traktoren und Güllefässern herbei, um im Einsatzfall tausende Liter Löschwasser herbeischaffen zu können. Bergwacht- und Rotkreuz-Einheiten standen in Bereitschaft. „Letztlich hat sich das aber schnell erledigt“, sagt Joachmi Loy, der Leiter der Polizeiinspektion Murnau. Die Ursache für den Rauch war rasch entdeckt, die Besatzung eines Flugzeuges versicherte sich noch, dass das Feuer kontrolliert abbrennt. Danach konnten die Helfer abrücken.

Die Behörden warnen seit Tagen vor der hohen Waldbrandgefahr in Oberbayern. Wegen der anhaltenen Trockenheit kann ein Funke reichen, eine Katastrophe auszulösen.

Matthias Holzapfel

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