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Einsatz an der Schnitzschulstraße: In einem Wohn- und Geschäftshaus ist eine Waschmaschine in Brand geraten.

Rauchmelder verhindert Schlimmeres

Waschmaschine in Brand: 25.000 Euro Schaden

Garmisch-Partenkirchen - Eine Waschmaschine hat am Samstag einen Einsatz der Feuerwehr Partenkirchen ausgelöst. Im Keller eines Hauses an der Schnitzschulstraße, in dem die Bäckerei Sand ihr Geschäft hat, war sie in Brand geraten. Glücklicherweise gab es einen Rauchmelder.

Im Treppenhaus stand schon der dichte Rauch. Bis hinauf in den dritten Stock füllte er den Gang. Es galt keine Zeit zu verlieren: Sofort evakuierten die Kräfte der Feuerwehr Partenkirchen die Bewohner des Haues an der Schnitzschulstraße in Partenkirchen. Sieben Männer und Frauen brachten sie nach draußen, fünf von ihnen ließen sich vorsorglich wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung im Klinikum Garmisch-Partenkirchen untersuchen.

Der dichte Qualm erschwerte den Einsatz für die Männer mit ihren Atemschutzgeräten. Denn es dauerte eine Weile, bis sie herausgefunden hatten, woher der Rauch überhaupt kam. „Der Brandherd war nicht so leicht zu lokalisieren“, sagt Partenkirchens Kommandant Klaus Straub. Die Antwort fanden sie im Keller des Hauses: Eine Waschmaschine war in Brand geraten. Und hat erheblichen Sachschaden verursacht.

„Da hätte viel mehr passieren können“

Gegen 17 Uhr ging der Notruf bei der Wehr ein. Etwa 50 Mann rückten, neben Rettungssanitätern und Polizeibeamten, zu dem Wohn- und Geschäftshaus an, in dem unter anderem die Bäckerei Sand untergebracht ist. Deren Seniorchef, der nach wie vor dort wohnt, hat Straub zufolge  den Brand entdeckt, nachdem im dritten Stock des Gebäudes ein Rauchmelder angeschlagen hatte. Auch wenn ein weiterer Melder im ersten Stock die Situation erleichtert hätte – Straub ist froh um das eine Gerät. Denn hätten die Einsatzkräfte nur etwa zehn weitere Minuten verloren – die Lage würde sich nun deutlich schlimmer präsentieren. „Da hätte viel mehr passieren können, der Schaden wäre viel höher.“ Schon jetzt beläuft er sich auf etwa 25.000 Euro, schätzt das Polizeipräsidium Oberbayern.

Schnell hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, gegen 18.30 Uhr war dieser Einsatz beendet. Soweit Straub die Lage beurteilen konnte, sind weder die einzelnen Wohnungen noch die Backstube und der Verkaufsraum der Bäckerei Sand von dem Feuer beziehungsweise der starken Rauchentwicklung erheblich betroffen.

Weshalb die Waschmaschine im Kellerabteil in Brand geraten ist, war bis Sonntagabend nicht klar. Man vermutet einen technischen Defekt.

Weiterer Einsatz am Sonntag: Rauch am Wank

Gerade saßen Einsatzkräfte der Feuerwehr Partenkirchen am Sonntagnachmittag in ihrem Feuerwehrhaus an der Münchner Straße zusammen, da entdeckten sie den Rauch oberhalb der Wallfahrtskirche St. Anton. Sofort fuhren sie los, fast zeitgleich ging gegen 16.45 Uhr der Alarm ein. Auch Wanderer hatten offenbar das Feuer am Wank gesehen und es gemeldet. Dieser Einsatz zumindest blieb ohne größere Folgen: Gäste hatten einfach ein Lagerfeuer entzündet. „Das haben wir aber gleich gelöscht“, betont Kommandant Klaus Straub. Bei der aktuellen Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr ist das Risiko viel zu hoch, dass das Feuer außer Kontrolle gerät. Offene Feuer sind strengstens verboten. 

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