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Region von Ramsauers Radar verschwunden

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Straße ins Nichts: Die Umfahrung von Saulgrub ist nur halb fertig. © Manuela Schauer

Landkreis Garmisch-Partenkirchen - Es fehlt das Geld! Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat den dringend notwendigen Straßenbauprojekten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen eine Absage erteilt - bis ins Jahr 2016. Und jetzt?

Peter Ramsauer hat am Freitag viel geredet. Wichtig für die Bürger im Landkreis Garmisch-Partenkirchen war aber nicht unbedingt seine Rede, die der Verkehrsminister (CSU) bei der Haushaltsdebatte ans Parlament gerichtet hat. Nein, der entscheidende Satz fiel schon einige Stunden zuvor, in der Sendung "Radiowelt", ausgestrahlt von Bayern 2: „In den Jahren 2013 bis 2016 reicht das Geld im Straßenbau beispielsweise noch nicht einmal, um die bereits jetzt laufenden Straßenverkehrsprojekte zügig weiterzubauen.“ Für das Werdenfelser Land bedeutet diese Ausssage: Abschied nehmen von der Illusion, dass es zu den geplanten Ortsumfahrungen in nächster Zeit auch nur irgendeine positive Entscheidung geben wird.

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Von wegen "Wir bauen für Sie": Die Baustelle am Nordportal des Kramertunnels ist verlassen. Foto: Thomas Sehr © Thomas Sehr

Der zweite Teil der Umfahrung Saulgrub, der Kramertunnel zur Umfahrung des Ortsteils Garmisch und der Tunnel zur Umfahrung von Oberau - sie stehen auf dem Abstellgleis.

Der Landkreis ist von Ramsauers Radar verschwunden. Als ihn der Radio-Moderator zu den wichtigsten Verkehrsprojekten in Bayern befragte, nannte der Minister nur den Ausbau der Autobahn 94 nach Passau, die Dauerbaustelle A 9 und die Pläne für die S-Bahn-Stammstrecke in München. Die immensen Stauprobleme ab Eschenlohe sprach er nicht an.

Dazu passt, dass die Initiative der Industrie- und Handelskammer (IHK) am langen Arm verhungert. Schon seit Ende Juli wollen die Organisatoren um Gerhard Lutz ein Positionspapier und eine Resolution der Landkreis-Bürgermeister an Ramsauer übergeben. Mit ihrem eindrucksvollen Schulterschluss fordern sie die Verwirklichung der Umfahrungspläne. Vergebliche Mühe. Der Minister gab ihnen bisher keinen Termin. „Wir sind schon enttäuscht“, sagt Lutz. Geplant sei deshalb, den Druck zu erhöhen. „Wir lassen nicht locker“, gibt er sich kämpferisch.

Nadja Hoffmann

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