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Freude über Benutzer-freundlichen Bushalt: die Bürgermeister Josef Pössinger, Rupert Speer, Karl-Heinz Reichert und Gisela Kieweg mit (weiter v.l.) Landrat Anton Speer, RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer und Ammergauer-Alpen-Chef Christian Loth.

Was sich an den Haltestellen ändert

Busfahren wird immer attraktiver 

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Oberammergau - Der Regionalverkehr Oberbayern (RVO) verbessert den Service und die Beschilderung an den Haltestellen. Im Ammertal geht's los.

Nicht selten sind es gerade die kleinen Dinge, die – sofern sie nicht funktionieren – für mächtig Ärger sorgen können. Beispiel: Fahrpläne von Bus und Bahn, die häufig viel zu klein gedruckt und somit nicht lesbar sind. Das soll nun zumindest beim Regionalverkehr Oberbayern (RVO) anders werden. Dies versprach RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer bei einem Termin in Ettal: Bis Ende April sollen im Ammertal, später dann überall im Landkreis, die Fahrpläne an den Bushaltestellen von A4 auf A3 vergrößert sowie in deutlich größerer Schrift gedruckt werden.

Kreutzer griff damit eine Anregung von Christian Loth, Geschäftsführer der Ammergauer Alpen, auf, der wiederum im Rahmen einer Pressereise auf den Servicemangel der Kleinschrift aufmerksam gemacht worden war: „Die Journalisten haben sich beklagt, dass die Pläne an den Bus-Stopps nicht gerade Fahrgast-freundlich ausgelegt sind.“ Also wurde Loth beim Regionalverkehr Oberbayern vorstellig, wo er bei Ralf Kreutzer auf offene Ohren stieß.

Als erste Haltestelle im Landkreis stattete RVO den Bus-Halt am Ettaler Gymnasium mit den Neuerungen aus: Neben der Schrift-Vergrößerung bei den Fahrplänen ist nun eine Landkarte mit Sehenswürdigkeiten der Umgebung abgebildet, dazu weisen Schilder am Dach der Haltestellen den Fahrgast darauf hin, wo man sich gerade befindet und in welche Richtung die Busse fahren. Bad Kohlgrubs Bürgermeister Karl-Heinz Reichert wies bei dem Ortstermin in Ettal darauf hin, „dass auch kleine Dinge eine gute Wirkung erzielen können.“ Dies unterstrich Niederlassungsleiter Kreutzer: „Wenn wir den Service für unsere Bus-Gäste irgendwo verbessern können, setzen wir das natürlich gerne um.“ Als „immer aufgeschlossen für neue Ideen“ lobte Landrat Anton Speer den RVO-Mann. Gerade für ältere Mitbürger seien die Verbesserungen eine gute Sache.

Eine gute Kooperation pflegten RVO und Ammergauer Alpen bereits im Januar 2012, als vereinbart wurde, Gästen mit der Königscard bzw. der elektronischen Karte kostenloses Fahren mit dem Regionalbus auf verschiedenen Linien zu ermöglichen. Christian Loth: „Dieses Angebot wird von unseren Gästen inzwischen hervorragend angenommen und gelobt, denn so kann das Auto daheimbleiben.“

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