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Schöne Stimmen aus Partenkirchen – der Sunnaberg-Dreig’sang mit (v.l.) Barbara Salfner, Kathrin und Christine Berndaner; sitzend Toni Hornsteiner (r.) und Christoph Kriner.

7700 Euro für krebskranke Kindern und ihre Eltern

Rekord-Ergebnis beim Musikanten-Hoagart'n 

Garmisch-Partenkirchen - Unverfälschte Volksmusik, wie sie seit Generationen in der Region daheim ist, gehegt und gepflegt wird, brachte am Samstag die voll besetzte Garmischer Bayernhalle zum Klingen. Dorthin hatte Marlene Nöhmeier wieder heimische Sanges- und Musikgruppen geladen.

Es ist ein Traditionsereignis, das schon Wochen vorher ausverkauft ist – und das seit 20 Jahren: Der Musikanten-Hoagart’n der heimischen Volksmusik-Moderatorin Marlene Nöhmeier ist wohl deshalb so gefragt, weil man sicher sein kann, dass hier hochkarätiger Sang und Klang aus dem Werdenfelser Land geboten ist. So begeisterten auch heuer bei der 20. Auflage in der Bayernhalle zehn Instrumental- und Gesangsgruppen, die entweder schon seit langem bekannte Namen haben, oder bald bekommen werden. Wunderbarer Nachklang – der Rekord-Reinerlös von 7700 Euro! Das Geld kommt ausschließlich der „Elterninitiative Intern 2“ zugute, die krebskranken Kindern und deren Eltern in der Hauner’schen Klinik der Uni München hilft.

Den Auftakt am Samstag setzten die Bläserklänge der Mittenwalder „Oimsummamusi“, besetzt mit Stefan Jais, Florian Zunterer, Georg Neuner, Hans Hornsteiner, Sepp Frank, Hermann Bayern und Toni Sprenger: Es macht immer wieder Freude, den schlanzigen Klängen der sieben Karwendel-Musikanten zu lauschen. Danach, als die einzigen „Auswärtigen“, drei Frauen, die besonders beeindruckten: Die „Sogschneider-Malan“ Vroni, Annett und Hanna Schambeck aus Lenggries besangen die „Oima“ und den „scheena Summa“. Die Mittenwalder „Kranzberg-Blos“, ebenso bläserbesetzt wie die Oimsummerer, wenn auch personell nicht so stark, machte dann mit Sepp Stieglmeier, Toni Sprenger, Christoph Knilling und Markus Stimpfle an Harmonika, Trompete und Hörnern „oan auf“. Auch mit dem Hackbrett ergänzt durch Simone Hornsteiner, ließ sie schneidige Polkas und Landler hören. Die Eschenloher Sänger kündeten mit ihren wundervoll voluminösen Stimmen von den „boarischen Oima“ , bevor sie sich wehmütig verabschiedeten: „Pfiat di Gott, scheane Oima“.

Sodann hörte man flotte Polkas und Landler von der Mittenwalder „Gamseck-Musi“ (Sepp Stiegelmeier, Christoph Knilling, Michael Ludwig, Simone Hornsteiner) und zum zweiten Mal war bei Marlenes Hoagart’n die Mittenwalder Klarinetten-Musi vertreten, fünf virtuose Instrumentalisten (Klaus Thum, Alois Lösl, Alois Wörnle, Hans Neuner, Martin Hornsteiner), die man gern öfter hören möchte, unter anderem mit einem grandios gespielten langsamen Tanz. Der Partenkirchner Sunnaberg-Dreig’sang mit Kathrin und Christine Berndaner sowie Barbara Salfner erntete dann starken Beifall mit seinen Liadln vom Almvieh und von der „staaden Zeit, wo ma d’ Liachtlan ozündt“, ehvor die beiden Mittenwalder Alleskönner Toni Hornsteiner (vulgo Jonas) und Christoph Kriner (Guff), die mit Zither und Kontragitarre schon vorher die Sunnabergler Damen begleitet hatten, unter anderem kund taten, dass die „Horbstblattlan“ fallen.

Die vergleichsweise noch ganz jungen “Viermaligen“ aus Garmisch (Thomas Streitel, Lorenz Mittermeier, Beni Eitzenberger und Matthias Klöck) überzeugten anschließend bei Polkas und Landlern mit solidem Können auf Kontrabass, Harmonikas und Gitarre; der Oid-Middawoida Vierklang (Michael Fütterer, Franz Reindl, Walter Reiser, Franz Fütterer) begeisterte einmal mehr mit jagerischen Liadln vom „Gamserl-Schiaß’n da dro’m auf der Oim“. Schließlich Toni Sebrich und Tochter Bärbel, die zu Harmonika und Gitarre ergreifend vom „traurigen Bua“ sangen und vom „groaß’n Schmerz, wenn zwoa auseinanda geah’n“. Marlene Nöhmeier, die den Abend mit lustigen G’schichtln garnierte, vergaß nicht, den Interpreten dafür zu danken, dass sie auf ihre Gage verzichteten. Unter großem Applaus begrüßte sie auf der Bühne zwischendrin die beiden Pfarrer Andreas Lackermeier und Manfred Reitlinger, denn die übergaben aus der „Josef-Hannappel-Stiftung“, für deren Mittelvergabe sie zuständig sind, einen Scheck von 2000 Euro. Mit einem weiteren Scheck von 500 Euro wartete namens des Partenkirchner Müttervereins dessen Vorsitzende Irmi Erhardt auf. Dazu spendeten noch zwei heimische Autofirmen jeweils 500 Euro.

Wolfgang Kaiser

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