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Hat viel vor in Riegsee in den kommenden Jahren: Bürgermeister Rudolf Kühn.

Erfreulicher Haushalt der Gemeinde Riegsee 

Rekord: Nur 1,73 Euro Schulden pro Kopf

Wenn das nicht rekordverdächtig ist: Der Schuldenstand der Gemeinde Riegsee betrug am 1. Januar dieses Jahres nur 2088 Euro und die Pro-Kopf-Verschuldung der 1204 Bewohner 1,73 Euro. Zudem verfügt die Gemeinde über eine Ist-Rücklage von 1,576 Millionen Euro. Allerdings stehen in naher Zukunft vergleichsweise große Investitionen ins Haus.

Riegsee - Bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch verabschiedete das Gremium einstimmig den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung für das laufende Jahr. So wurden für den Umbau des Rathauses, das künftig den Kramerladen beherbergen soll, 50 000 Euro eingestellt, für den Grunderwerb im Umfeld des Rathauses 200 000 Euro. Diese Flächen werden laut Bürgermeister Rudolf Kühn (ÖDP) zum Teil für die gleichzeitige Erweiterung des Feuerwehr-Gerätehauses benötigt. „Die Detailplanung ist aber noch nicht so weit, dass man dafür eine seriöse Kostenschätzung abgeben kann.“

Hat viel vor in Riegsee in den kommenden Jahren: Bürgermeister Rudolf Kühn.

Für die Verlegung von Breitbandkabeln in den drei Ortsteilen Riegsee, Aidling und Hagen sind 260 000 Euro vorgesehen, wobei aber über 200 000 Euro an Zuschüssen fließen. Keine Förderung gibt es hingegen für mehrere Kanal- und Straßenbauprojekte. So muss etwa ein neuer Oberflächenwasserkanal an der Steinbreiten und am Talweg in Aidling gebaut werden (150 000 Euro) sowie ein Tagwasserkanal an der Steinbreiten und an der Lohwiesstraße (127 000 Euro).

Dringlich geworden sei auch die Erneuerung eines total verkalkten Regenwasserkanals auf einer Länge von etwa 200 Metern an der Scharnitz nebst Wiederherstellung der Straße, sagte Kühn weiter: „Wir steigen zurzeit gerade in die Planung ein. Die Ausführung wird aber heuer nicht mehr in der vollen Höhe relevant werden.“

In die Tasche greifen muss die Kommune auch bei der Ertüchtigung des Riegseer Campingplatzes. So sind für die Planung 50 000 Euro vorgesehen, und weitere 50 000 Euro für Sanierung des Hauptgebäudes, das auch die Gastwirtschaft beherbergt, als erstem Bauabschnitt. Zudem sind 100 000 Euro im Haushalt für den Kauf eines neuen Traktors eingestellt, der betagten Unimog ersetzen wird.

Dass die voraussichtliche Zuführung zum Vermögenshaushalt von 262 000 Euro geringer ausfallen wird als im Vorjahr (358 000 Euro), also 26 Prozent weniger, begründete die Geschäftsleitende Beamtin Elisabeth Mohr mit den Mehrausgaben durch die anstehenden Projekte. Allerdings sei eine Kreditaufnahme nicht vorgesehen.

Das Zahlenwerk wurde ohne Diskussion im Gemeinderatsgremium verabschiedet, zumal es im Vorfeld durch den Finanzausschuss schon umfassend beraten worden war.

Heino Herpen

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