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Ein Wunderwerk von Illusion und Technik – die Venusgrotte von Schloss Linderhof.

Neue Einflugröhren für Fledermäuse

Schloss Linderhof: Restaurierung der Venusgrotte zu 40 Prozent abgeschlossen

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Die Generalsanierung der Venusgrotte in Schloss Linderhof schreitet voran. Gerade arbeiten Experten am Gemälde und bereiten die Restaurierung des Muschelkahns vor. 

Linderhof – Fünf Jahre Bauzeit, geschätzte Gesamtkosten von 25 Millionen Euro und unter der Obhut eines Ministeriums: Nein, hier ist nicht von einer Umgehungsstraße die Rede. Vielmehr von einem wahren Juwel im Landkreis, von einer Touristen-Attraktion – der Venusgrotte in Schloss Linderhof. In der künstlichen Tropfsteinhöhle – Höhepunkt der Illusionsarchitektur König Ludwigs II. – hat der Märchenkönig (1845-1886) einst einerseits den 1. Akt der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner in Szene setzen und zum anderen das Motiv der blauen Grotte von Capri nachempfinden lassen.

Die stete Feuchtigkeit in dieser Höhle hat noch zu Lebzeiten des Königs zu ersten Schäden an der Baukonstruktion geführt. Inzwischen ist eine Generalsanierung notwendig geworden, die vom Bayerischen Finanzministerium heuer beauftragt wurde und vom Staatlichen Bauamt in Weilheim organisiert wird. Ministeriums-Sprecher Horst Wolf: „Vorrangiges Ziel der Restaurierung ist die Wiederherstellung des ursprünglichen Raumeindrucks der Grotte. Die noch umfangreich vorhandene historische Bausubstanz soll konsolidiert und dauerhaft gesichert werden.“

Aktuell laufen in der Venusgrotte, die für Besucher derzeit geschlossen ist, die Wiederherstellung des Gemäldes sowie die Vorarbeiten zur Restaurierung des normalerweise im See treibenden Muschelkahns. Weitere Maßnahmen betreffen den Einbau einer Drainage (um Wassereintritt von außen zu verhindern), die Sanierung der Gewölbe und die Montage einer Lüftungsanlage, um den Korrosionsprozess zu stoppen. Die Drahtputzschale einschließlich der Stalaktiten und Stalagmiten wird ebenfalls saniert. Gearbeitet wird außerhalb der Gotte darüber hinaus an einem Anbau, der später einmal die Besuchertoiletten und die Haustechnik aufnehmen soll.

Von Seiten des Ministeriums ist man bisher mit dem Fortgang der Restaurierung sehr zufrieden – Pressesprecher Wolf: „Wir haben etwa 40 Prozent des Gesamtvorhabens geschafft.“ Dennoch bleibt dieser einmalige Rückzugsort von Ludwig II. voraussichtlich bis zum Jahr 2022 für die Öffentlichkeit verschlossen. Insgesamt, so Wolf, seien bisher Aufträge an 34 verschiedene Firmen vergeben worden.

Da die Baustelle mitten im Naturschutzgebiet Ammergebirge liegt, wird die Restaurierung permanent naturschutzfachlich begleitet, um negative Auswirkungen auf die geschützte Fauna und Flora in der Umgebung zu vermeiden. So sind zum Beispiel neue Einflugröhren für Fledermäuse – wie die Kleine Hufeisennase – vorgesehen . . .

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