Sprachbarriere erschwert Suche

Handykontakt reißt bei Rettungseinsatz ab

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Garmisch-Partenkirchen - Schlechter Empfang: Ein verletzter Italiener kann seinen Standort nicht nennen. Vier Stunden mussten die Retter nach dem Mann suchen.

Irgendwo im Bereich Zugspitze liege er, mit gebrochenem Fuß. Soviel konnten die Kräfte der Bergwacht-Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen am Dienstag gegen 15.40 Uhr noch von einem Italiener herauskitzeln, danach riss die Verbindung ab. „Der Handy-Empfang war extrem schlecht“, erklärt der Einsatzleiter. Nachdem das Gebiet, in dem sich der Verunglückte nach seinen Angaben aufhalten sollte, gewaltig ist, war guter Rat teuer.

Eine Mannschaft flog das Zugspitzgebiet mit dem SAR-Hubschrauber ab. Vergeblich. Andere Teams machten sich per Fahrzeug und dann zu Fuß auf. Insgesamt waren 30 Retter – die Bereitschaften aus Grainau und Oberau unterstützten die Garmisch-Partenkirchner unterwegs, um den Italiener zu suchen. „Die Zusammenarbeit hat super geklappt“, unterstreicht der Einsatzleiter.

Klarheit, wo sich der Mann befindet, brachte erst das Team des Polizeihubschraubers, der über die technische Ausstattung zur Handy-Ortung verfügt. Somit konnte das Suchgebiet auf den Bereich Kuhflucht zwischen Farchant und Oberau eingeschränkt werden. Dort tauchte der Mann dann auch auf – begleitet von zwei Wanderern, die den Verletzten entdeckt und veranlasst hatten, dass er ins Klinikum kommt.

Die Erleichterung darüber war auch bei den Rettern groß, die vier Stunden für die Suche aufgewandt hatten. Letztlich stellte sich übrigens heraus, dass der Italiener gar nicht am Berg, sondern im Tal unterwegs gewesen war – möglicherweise mit Blick auf die Zugspitze.  

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