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Der Wirt der künftigen Wirtin: Andreas Schwaiger, hier mit Töchterchen Johanna (1/2 Jahr), betreibt das Guglhör.

Verpachtung der Ausflugsgaststätte bei Riegsee

Ein Stammtisch hat sich schon etabliert

Endlich ist es wieder so weit. Die beliebte Ausflugsgaststätte Guglhör bei Riegsee hat ihre Pforten wieder geöffnet. Das Pächter-Ehepaar Andreas und Monika Schwaiger freut sich darauf, die Gäste bewirten zu können - und nicht nur das.  

Guglhör – Landstallmeister Dr. Eberhard Senckenberg ist die Erleichterung über die Wiederverpachtung der Bergwirtschaft Guglhör nach einem Jahr Leerstand anzumerken. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl bei den neuen Wirtsleuten“, sagt der Leiter des Haupt- und Landgestüts Schwaiganger, zu dem der Ende des 18. Jahrhunderts errichtete Gasthof gehört. Anfang April hat das neue Pächter-Ehepaar Andreas und Monika Schwaiger das Haus wieder geöffnet, das weit über die Landkreisgrenzen hinaus als beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Urlauber gilt.

„Wir hatten zahlreiche Bewerber“, verrät Senckenberg. Das Paar habe jedoch Erfahrungen in Gastronomie und Handwerk, aber auch in der Landwirtschaft: „Bei einem so alten Gebäude ist es wertvoll, wenn man selber Hand anlegen kann. Uns hat auch sehr gut gefallen, dass die Beiden musizieren und singen, denn dann kann es dort oben richtig zünftig werden.“

Der neue Wirt, der sein Alter nicht verraten will, stammt aus Haunshofen bei Weilheim, seine Frau aus dem nahen Diemendorf. „Ich bin von Beruf Zimmerermeister“, schildert er seinen Werdegang, „außerdem Schauspieler und mache Film, Fernsehen und Theater – zum Beispiel im Komödienstadel und bei der Neuwirtbühne in Großweil.“

Den Tipp, dass das Guglhör zu haben sei, hatte er vom Wirt des Starkerer-Stadels im Freilichtmuseum an der Glentleiten, Rudi Schmid, erhalten, der bei der Neuwirtbühne spielt. „Meine Frau kommt aus der Gastronomie, und wir haben zusammen drei Sommer lang in Steibis bei Oberstaufen eine Ausflugsalm mit 30 Jungrindern bewirtschaftet“, erzählt er. Guglhör kennt er schon seit seiner Kindheit.

Bereits im Spätherbst 2016 begannen die Schwaigers mit der Renovierung der Gaststätte. „Wir haben sehr viel geputzt, und die Wirtsstube hat einen neuen Boden und eine Wandvertäfelung bekommen. Insgesamt haben wir rund 2500 Arbeitsstunden geleistet“, schildert Andreas Schwaiger. Für eine nagelneue Gartenbestuhlung sorgte das Hofbräuhaus München, von dem er auch das Bier erhält. „Wir legen großen Wert auf Regionales und Hausgemachtes. Meine Frau bäckt das Brot und die Kuchen selber, Fleisch und Wurst liefert uns die Metzgerei Lederer und den Käse die Käserei Marx, beide aus Obersöchering.“

Bereits jetzt hat sich ein Stammtisch aus Einheimischen bei ihm eingefunden, und vielleicht, so hofft er, „kommt noch ein netter Frühschoppen mit Musik zusammen“. Denn diese ist ihm sehr wichtig, zumal das Ehepaar öfters als bayerischer Zweigesang auftritt.

Die Bergwirtschaft hat jeweils mittwochs bis Freitags ab elf Uhr geöffnet, samstags, sonntags und feiertags ab zehn Uhr, montags und dienstags ist Ruhetag.

Heino Herpen

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