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Kino mitten im Grünen: Am ersten Abend trotzen beim Kulturknall-Ersatz zahlreiche Besucher der kühlen Witterung.
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Kino mitten im Grünen: Am ersten Abend trotzen zahlreiche Besucher der kühlen Witterung.

Statt Benefizfestival Kino und Musik am Riegsee 

Rückkehr zum Kulturknall in seiner ursprünglichen Form fraglich

Diesmal gab es „Kino statt Kulturknall“ - der Corona-Pandemie wegen. Ob man zum Benefizfestival in seiner ursprünglichen Form je zurückkehren kann, ist aktuell offen.

Froschhausen – Vor der Kulisse des Riegsees zu sitzen, Popcorn zu essen und nebenbei einen Film auf Großleinwand zu sehen – das ist ein Erlebnis. Ermöglicht wurde dies durch den Seehauser Verein Menschen Helfen, der ein dreitägiges Filmfest unter dem Motto „Kino statt Kulturknall“ auf die Beine stellte. Schauplatz war eine Wiese im Murnauer Ortsteil Froschhausen. Um die Mindestabstände zu gewährleisten, hielten sich die Gäste in vorgezeichneten Kreisen auf. Dort durften bis zu zehn Personen Platz nehmen. Mit Bierbänken, Campingstühlen, warmen Decken und Regenschirmen ließ es sich trotz der kühlen Witterung aushalten. Verpflegung gab es in Form von Picknickkörben, Grillgut und Popcorn.

Zur Einstimmung auf die jeweiligen Filmprojektionen spielten insgesamt drei Musikgruppen auf. Den Anfang machte die lokale Band Schneider/Schwarz am Freitagabend. Die fünfköpfige Kombo gab Bluesrock mit bayerischen Texten zum Besten. „Die Musik schafft ein besonderes Flair und gehört einfach zum Kulturknall dazu. Auch der Schauplatz ist super, und die ganze Umsetzung des Festivals passt zur Corona-Zeit“, fand Besucherin Sophia Toepfer. Auch Stefanie Weber genoss den ersten Abend mit dem amerikanischen Krimi „Knives out – Mord ist Familiensache“. Sie war auf wechselhafte Witterung eingestellt: „Ich habe Gummistiefel dabei, und falls es regnen sollte, laufe ich zum Auto.“ Doch soweit kam es nicht – entgegen den Prognosen blieb es trocken. Am Samstag folgte der 80er-Klassiker „La Boum – die Fete“ mit musikalischer Untermalung von der Frauenband Mayfly´s Memory. Den Abschluss bildete die bayerische Krimikomödie „Leberkäsjunkie“ (Musik: Boarisch Roas) am Sonntagabend.

Robert Roithmeier, Erster Vorsitzender von Menschen Helfen, freute sich über die Treue des Publikums: „Pro Abend dürfen maximal 199 Gäste kommen. Am Samstag und Sonntag sind wir ausverkauft.“ Die Einnahmen werden heuer dringender denn je benötigt, weil sie überwiegend in ein moldawisches Kinderzentrum fließen. Das ist wegen Corona zwar geschlossen, doch die Mitarbeiter müssen bezahlt werden. „Die Situation vor Ort ist sehr schlimm. Vor allem in ländlichen Regionen wird die Lebensmittelversorgung knapp – darum verteilt Menschen Helfen Essenspakete. Dadurch haben wir höhere Kosten als sonst“, erklärte Moderatorin Claudia Zormeier den Anwesenden. Aus diesem Grund war es für den Verein keine Option, den Kulturknall ganz abzusagen. Ursprünglich war eine Großveranstaltung geplant gewesen mit dem Thema „Alter Markt“. Im Zuge dessen wollten die Beteiligten Teile der Pfarrstraße und des Parkplatzes am Forsteranger in eine musikalisch-kulturelle Flaniermeile verwandeln.

Ob es den Kulturknall in seiner ursprünglichen Form angesichts von Corona je wieder geben wird, ist ungewiss. Roithmeier bleibt trotzdem positiv: „Wir haben dieses Filmfestival spontan innerhalb von drei Wochen aus dem Boden gestampft. Uns wird immer etwas einfallen, was zur jeweiligen Situation passt.“

Constanze Wilz


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