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Auf der Mini-Bühne Marke Eigenbau fühlen sich die Bands richtig wohl. Beim „Raut Oak Fest“ ist halt manches ein wenig improvisiert.

Blues, Rock und Hoamad-Musi

„Raut Oak Fest“ in Riegsee: Open Air mit besonderem Charme

Das „Raut Oak Fest“ überzeugt mit 20 Bands aus sieben Nationen.  Neben Blues und Rock war auch die Riegseer Hoamad-Musi heuer mit im Programm.

Riegsee – In den grünen Hügeln oberhalb des Riegsees fand auch in diesem Jahr wieder drei Tage lang das „Raut Oak Fest“ statt. 20 Bands aus sieben Ländern – manche waren sogar aus den USA oder Kanada angereist – spielten vom Nachmittag bis spät in die Nacht hinein auf der Raut-Wiese vor der alten Eiche. Auch diesmal herrschte hier wieder eine ganz besondere, familiäre Stimmung, die mit anderen Freiluft-Events nicht zu vergleichen ist. Etliche Besucher übernachteten in Zelten, um drei Tage lang ihre Musik zu feiern.

Und auch wenn es sich inzwischen schon ein wenig herumgesprochen hat, dass man auf dem „Raut Oak Fest“ erdigen, ursprünglichen Blues in einer ganz besonderen Atmosphäre erleben kann, hat das Open Air mit seiner kleinen, roh gezimmerten Bühne seinen eigenen intimen Charme behalten. Als ganz besondere musikalische Note spielte diesmal die „Riegseer Hoamad Musi“ am Sonntagmorgen zum Weißwurst-Frühstück auf. Die Einlage kam augenscheinlich auch bei den Rock- und Bluesfans, die manchmal noch leicht irritiert und überrascht aus ihren Zelten krabbelten, gut an. Schon im vergangenen Jahr hatten die vier Musiker aus dem Ort spät in der Nacht das Fest besucht, um dort aufzuspielen. Damals noch außerhalb des offiziellen Programms, wie Christian Steidl, der Initiator der Veranstaltung in Riegsee, verriet.

Und selbst, als der Wind in der Nacht zum Sonntag eines der Zelte fortgeweht hatte, unter dem das Publikum saß, tat dies der guten Laune auf der Raut-Wiese keinen Abbruch. Deshalb wird auch bereits für das nächste „Raut Oak Fest“ – das vierte – eifrig geplant. An Zuspruch dürfte es wieder kaum fehlen. 

Heribert Riesenhuber 


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