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Bürgermeister Rudolf Kühn vor dem Rathaus der Gemeinde Riegsee. In die ehemaligen Räume der VR-Bank wird nach dem Umbau der Kramerladen einziehen.

Es geht voran

Gemeinde Riegsee: Rathaus-Umbau auf den Weg gebracht

Mit dem Umbau des Riegseer Rathaus geht‘s voran. Auch das Landratsamt steht den Plänen positiv gegenüber. Die Kosten werden auf 400.000 Euro geschätzt.

Riegsee – Der Bauantrag für die Umgestaltung des Riegseer Rathauses ist vom örtlichen Gemeinderat jetzt auf den Weg gebracht worden. In der von Bürgermeister Rudolf Kühn (ÖDP) geleiteten Sitzung votierte das Gremium einstimmig für den Eingabeplan des Murnauer Architekten Christoph Hierl, den dieser zuvor nochmals ausführlich erläutert hatte.

Letzter Schritt für die Verwirklichung des Vorhabens, das mit knapp 400 000 Euro zu Buche schlagen wird, ist die Genehmigung durch das Landratsamt – die aber kein großes Problem darstellen dürfte, zumal der positive Vorbescheid der Kreisbehörde bereits vorliegt. Das Projekt umfasst die Umgestaltung der ehemaligen VR-Bank-Filiale in einen Kramerladen sowie die Erweiterung des im gleichen Gebäude untergebrachten Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr.

Hintergrund für den Umzug des Kramerladens aus seinem bisherigen Domizil an der Dorfstraße 32 ins Rathaus war, dass die Hausbesitzer für das Ladengeschäft Eigenbedarf angemeldet hatten und der Gemeinderat der Meinung war, dass ein solcher Nahversorgungsgeschäft unbedingt im Dorf erhalten bleiben müsse (wir berichteten).

Zudem werden Kunden der VR-Bank auch weiterhin Bares erhalten: „Der Geldautomat – ein sogenanntes ‚Outdoor-Gerät’ – wird jederzeit zugänglich sein“, stellte Architekt Hierl in Aussicht. Umfangreiche Arbeiten kündigte er im Bereich des Feuerwehr-Gerätehauses an, das unter anderem ein Treppenhaus, einen Unterrichtsraum, einen größeren Umkleidebereich und ein Büro erhält. „Kreisbrandrat Johann Eitzenberger hat die Pläne bereits in Augenschein genommen und positiv beurteilt“, so Hierl. Auch das Stellplatzthema ist wohl gelöst: So wird es einen einbahnigen Autoverkehr gegen den Uhrzeigersinn um das Haus geben, um die Stellplätze an der Nord- und der Westseite zu erreichen. An den bisherigen Plänen für den Dorfladen habe er nur mehr Details geändert, sagte Christoph Hierl.

Durch den Umbau wird an der Ostseite des Gebäudes ein etwa 100 Quadratmeter großer Speicher entstehen. „Da könnte man“, schlug der Planer vor, „zu einem späteren Zeitpunkt zum Beispiel für eine relativ geringe Investition eine schöne Wohnung schaffen.“ Florian Höck (Wählergemeinschaft Aidling) sah dies jedoch eher skeptisch: „Darüber sollten wir uns momentan keine Gedanken machen. Bei Veranstaltungen im Haus könnte das Probleme geben“. Hierl schlug indessen vor, zumindest die Bedarfsleitungen wie Wasser und Strom soweit vorzubereiten, damit sie an einem späteren Zeitpunkt ohne große Vorarbeiten zur Verfügung stünden. Bürgermeister Kühns Vorschlag, Hierl den Auftrag zu geben, zu prüfen, ob eine Eignung der Räume möglich sei, wurde hingegen einstimmig angenommen.

Bei der Frage, wann mit dem Umbau begonnen werden könne, wollten sich weder er noch Kühn festlegen: „Wir hoffen, bald“. Zufrieden mit den Planungen für das Gerätehaus zeigte sich nach der Sitzung Feuerwehrkommandant Markus Veit: „Unsere Wünsche sind ausgeführt worden. Das ist genau die Umsetzung, die wir mit dem Gemeinderat und dem Architekten besprochen haben.“

Heino Herpen

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