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Riesenslalom sorgt für Vorfreude

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Auch 2013 findet wieder eine Herren-Abfahrt an der Kandahar statt, wenn auch etwas später als heuer. foto: sehr
Auch 2013 findet wieder eine Herren-Abfahrt an der Kandahar statt, wenn auch etwas später als heuer. foto: sehr

Garmisch-Partenkirchen - Die Weltcup-Termine 2013 in Garmisch-Partenkirchen stehen fest: Ein Slalom Wettbewerb ist allerdings wieder nicht darunter. DSV-Präsident Alfons Hörmann verspricht aber, den Gudiberg mit Leben zu füllen.

Die Termine stehen fest, alle Differenzen sind ausgeräumt, und das Riesenslalom-Rennen der Herren macht Hoffnung auf eine große Kulisse - Garmisch-Partenkirchen steht bereit für die Ski-Weltcup-Saison 2012/13. Am 23./24. Februar gehen zunächst die Herren-Wettbewerbe (Abfahrt/Riesenslalom) über die Bühne. Eine Woche später (2./3. März) stehen die Frauenrennen (Abfahrt/Super-G) auf dem Programm. Das hat jetzt die FIS (Fédération Internationale de Ski) bei ihrem Kongress in Korea festgelegt.

Knapp einen Monat länger als im vergangenen Winter müssen sich also die Skifans gedulden, ehe der Weltcup-Zirkus 2013 in der Marktgemeinde gastiert. Grund: Die Weltmeisterschaften (5. bis 17. Februar) in Schladming/Österreich. „Wenn ein Großereignis ansteht, verschieben sich die Termine“, erklärt Peter Fischer, Vorsitzender des Weltcup-Organisationskomitees. „Deshalb sind wir 2013 später dran.“ Das sei zwar nicht die Wunschlösung, aber üblich. Fischer: „Wir nehmen es, wie es kommt.“

Durchaus positiv bewertet hingegen Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), den späten Termin. „Die Rennen kurz nach der WM sind interessant. Dann hat man alle aktuellen Weltmeister am Start.“

Wäre da noch die Sache mit dem Schnee. Im vergangenen Jahr hatten die Organisatoren schwer zu kämpfen, zauberten dann aber doch eine gute Piste auf die Kandahar. Ob das Ende Februar auch noch möglich sein wird? „Da sehe ich kein Problem“, betont Hörmann. „Wir haben vollstes Vertrauen in die Organisatoren und Bergbahnen. Die sind sehr engagiert und gut aufgestellt.“

Überhaupt ist der DSV-Präsident zuversichtlich, dass nach den Differenzen im vergangenen Winter alles klappen wird in der Marktgemeinde. „In Korea hat mich gut die Hälfte des FIS-Vorstandes auf die Diskussionen um den Weltcup-Standort Garmisch-Partenkirchen angesprochen. Sie wollten wissen, ob die Marktgemeinde ein verlässlicher Partner ist“, verrät er.

„Das habe ich bestätigt. Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates im April (28:1-Stimmen pro Weltcup, Anmerk. der Red.) war ja eindeutig.“ Auch ein Gespräch mit FIS-Präsident Gian-Franco Kasper sei positiv verlaufen. „Ich habe ihn auf den neuesten Stand gebracht.“ Nun sei man selbst in der Pflicht. „Wir müssen fachliche und strukturelle Dinge klären und die Planungen für die Zukunft in Angriff nehmen.“ Schließlich wolle man irgendwann mal wieder eine WM ausrichten.

Die Veranstaltung der Titelkämpfe ist nicht das einzige Ziel, das sich der DSV gesetzt hat. Ganz oben auf dem Wunschzettel steht ein Slalom-Rennen am Gudiberg. „Für die kommenden ein, zwei Jahre sieht es aber eher schlecht aus. Da sind die Termine schon fix. Aber alles andere ist noch im Fluss“, sagt Hörmann und verspricht: „Wir versuchen unser Bestes, um den Gudiberg mit Leben zu füllen.“ Erste Gespräche seien schon geführt worden. Viel hänge allerdings von der Entwicklung des City-Events in München (fiel 2012 aus) ab. „Man muss schauen, wie es dort in den kommenden Jahren mit der Schneesicherheit ist.“

Sollte sich aber eine Chance auf ein Slalom-Rennen ergeben, stünde man in Garmisch-Partenkirchen auf jeden Fall bereit. „Wir haben uns schon über diverse Formate unterhalten.“ Denkbar wäre eine kombinierte Veranstaltung mit dem Neujahrsspringen. „Wir müssen kreativ sein, sonst wird es schwierig“, sagt Hörmann. Ob es tatsächlich klappt mit einem Wettkampf am Gudiberg, „wird man erst beim nächsten Kongress in zwei Jahren sehen“.

Während der Slalom also noch in der Warteschleife hängt, dürfen sich die Fans 2013 aber auf einen Riesenslalom-Wettbewerb freuen. „Das ist super“, meint Hörmann. Und auch Fischer ist begeistert: „Mit Felix Neureuther und Fritz Dopfer sind dann zwei Lokalmatadore am Start, die vorne mitfahren können. Das ist gut für die Zuschauer und auch medientechnisch nach der Abfahrt der interessanteste Wettbewerb.“

Thomas Fritzmeier

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