Ausgejubelt: Scott Bartlett stürmt nicht mehr für den SC Riessersee. Der US-Amerikaner beendet seine Karriere. Derweil haben die beiden Vertediger Christian Völk und Tim Katzer einen neuen Vertrag unterschrieben. Fotos: Thomas Sehr

SC Riessersee: Scott Bartlett beendet Karriere

Garmisch-Partenkirchen - Scott Bartlett ist für Überraschungen gut. Im vergangenen Jahr kam der US-Amerikaner auf eigene Rechnung zum SC Riessersee und avancierte völlig unerwartet zum Top-Torjäger. Nun hat er Ralph Bader erneut überrascht.

Eigentlich hatte der SCR-Geschäftsführer damit geplant, dass der 25-Jährige auch in der kommenden Zweitliga-Saison für die Weiß-Blauen stürmt. Eine Ausländer-Stelle war für ihn reserviert. Doch die ist nun wieder frei. Per Email hat Bartlett in dieser Woche abgesagt. Er wird seine Eishockey-Karriere beenden.

„Das ist richtig schade“, sagt Bader, „wir haben letztes Jahr einen richtig guten Fang mit ihm gemacht“ - und zudem einen günstigen. Mit 32 Treffern und 23 Torvorlagen war Bartlett maßgeblich am Oberliga-Titelgewinn beteiligt. „Aber es ist seine Entscheidung aufzuhören, und das müssen wir akzeptieren.“ Ein bisschen hatte Bader es schon geahnt, dass sich Bartlett gegen eine weitere Saison in Garmisch-Partenkirchen entschließen könnte. „Nachdem es sich in den letzten Wochen so rausgezögert hat, sind schon ein paar Zweifel aufgekommen“, meint er. „Ich wusste, dass das passieren kann.“

Darauf vorbereitet war Bader dennoch nicht. Nach der Verpflichtung von Lubor Dibelka muss er nun noch vier statt drei Kontingentstellen besetzen. Die Suche nach Alternativen läuft auf Hochtouren. Damit verbunden ist auch ein gewisses Risiko - „bei Bartlett hätten wir gewusst, was wir haben“. Als Nachfolger möchte Bader trotzdem einen neuen, bislang unbekannten Ausländer unter Vertrag nehmen. Dabei könnte beste SCR-Torschütze der Meistersaison aber selbst behilflich sein. Er möchte beruflich bei seinem Vater einsteigen. Steve Bartlett ist Spielervermittler und soll dem SC Riessersee ein paar Kandidaten für die jeweils zwei freien Kaderplätze in Sturm und Abwehr vermitteln.

Zwei weitere Verteidiger sind derweil fix. Bader hat Christian Völk und Tim Katzer engagiert. „Mit Völk hat es einfach getaugt in der vergangenen Saison“, sagt der Manager. Der 33-Jährige passe genau ins Anforderungsprofil und soll mit seiner Erfahrung die jungen Spieler führen. Unter anderem Katzer, dem Bader neben Stürmer Maximilian Kastner als einzigen aus dem letztjährigen DNL-Team den Sprung in die Erste Mannschaft zutraut. Klar, dass sich der 18-Jährige erst einmal hinten anstellen muss bei acht geplanten Verteidigern. „Er muss logischerweise noch lernen“, sagt Bader. „Für ihn geht es erst einmal darum, den Schritt in den Seniorenbereich zu schaffen.“ (lxs)

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