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Und die Tuba bläst eine Frau: Einen ganz neuen Musikstil prägt die Band „Impala Ray“ mit BayFolk. 

Schon jetzt gibt's Pläne für nächstes Jahr

Rock am Hang: Die Band, die aus der Reihe tanzt

Garmisch-Partenkirchen  - Super-Stimmung bei Rock am Hang: Sechs Bands heizten den rund 350 Zuschauern ein. Vor allem eine Gruppe kam mit ihrem eigenen Musikstil gut an. 

#staygschmeidig – ein Hashtag, zwei Worte und ein Lebensgefühl, das nicht nur das proklamierte Motto der Band „Impala Ray“ ist, sondern auch sehr gut auf das Open-Air-Musikfestival „Rock am Hang“ zutrifft, das am Samstag, 10. September, in Garmisch-Partenkirchen über die Bühne ging. 350 Zuschauer waren ins Hannibal Aprés am Fuße der Alpspitze gekommen. Keiner wird die Szene-Location enttäuscht verlassen haben. Locker, lässig und jung präsentierte sich nicht nur das Publikum, sondern auch das Line-up mit sechs Bands, das – obwohl im Gegensatz zum Vorjahr geschrumpft – in jeder Hinsicht überzeugen konnte.

Den Höhepunkt des Tages lieferte ausgerechnet die Band ab, die mit ihrem sehr eigenen Musikstil bei Rock am Hang schon fast aus der Reihe tanzte: „Impala Ray“. Statt E-Gitarre und Bass gab’s Hackbrett und Tuba mit Schlagzeug und Akustikgitarre. „BayFolk“ nennt sich diese Musikrichtung – eine Erfindung dieser Münchner Combo. „Ich wollte schon immer eine Tuba dabei haben, und das Hackbrett kam dann eher zufällig dazu“, sagt Rainer „Ray“ Gärtner, Songwriter, Sänger und Kopf der Band, die zuletzt auch beim Heimatsoundfestival in Oberammergau aufgetreten war. Gärtner kommt als Musiker viel herum. Sein Urteil hat Gewicht. Von Rock am Hang zeigt er sich begeistert. „Die Kulisse mit dem Zugspitzmassiv ist einzigartig.“ Zudem zollt er dem Publikum Respekt: „Die Menschen hier sind super drauf – und das, obwohl es schon ein Wagnis war, uns in dieses Line-up einzubauen.“ Damit könnte er recht haben.

Schneller und sehr E-Gitarrenbetont präsentierten sich die anderen Bands. Während die Krüner Formation „Beeswax“ ihren erwartet souveränen Auftritt hinter sich brachte, überraschten die Lokalmatadoren „Knopf“. Den Garmisch-Partenkirchnern gelang es fast noch mehr als dem Headliner des Tages, den „Irish Handcuffs“, das Publikum zum Schwitzen zu bringen.

Am Ende konnten die Veranstalter Johannes Maurer und Dominik Suttor froh sein, dass ihr Festivalgelände standhielt. Maurer zog ein erfreuliches Resümee und kündigte an: „Wir werden im kommenden Jahr noch mehr in unser Line-up investieren, um weitere musikalische Hochkaräter nach Garmisch-Partenkirchen zu locken.“ Der Charakter des Festivals soll aber Bestand haben: „Es ist hauptsächlich ein Rockfestival.“ Bands wie „Impala Ray“ werden aber wohl auch zukünftig „gschmeidig“ für Abwechslung sorgen. 

Hannes Bräu

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