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Beschädigung der Schranke: Unbekannte verewigen sich nahe eines Supermarkts an der Olympiastraße

Polizei ermittelt gegen Unbekannt

Zerstörungstour mit der Spraydose

Garmisch-Partenkirchen - Schmierfinken verschandeln Gebäude und Stromkästen mit Namenskürzeln. Die Polizei hofft nun, die Täter mithilfe von Videoüberwachungsanlagen zu überführen.

Graffiti ist längst als Kunstform anerkannt. Das, was Unbekannte zwischen Freitagabend und Samstagmorgen auf Hauswände, Tafeln und Stromkästen in Garmisch-Partenkirchen gesprüht haben, zählt nach Ansicht von Josef Grasegger, Sprecher der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen, aber nicht dazu. „Es ist deutlich, dass die Täter keine Wände verschönern, sondern diese beschädigen wollten“, betont er. Die Mission der Zerstörung war erfolgreich. Laut Polizeisprecher wird der Sachschaden insgesamt auf zirka 10 000 Euro geschätzt.

Wahllos hätten die Schmierfinken vor allem entlang der Schorn-, Haupt-, Bahnhof- und Olympiastraße gewütet und sich mit so genannten „Tags“ – also Namenskürzeln – in verschiedenen Farben verewigt. Drei Schriftzüge tauchten dabei immer wieder auf. Dieser Umstand ist für Grasegger das entscheidende Indiz dafür, dass es sich bei den Tätern um eine Gruppe gehandelt haben muss. „Man kann von keinem Zufall sprechen“, sagt der Beamte. „Wir gehen von mehreren Unbekannten aus, die wahrscheinlich innerhalb von einer Stunde eine Tour mit der Sprühdose gemacht haben.“

Die Sachbeschädiger ausfindig zu machen, ist laut dem Polizeiinspektor ein großes Problem. Denn diese arbeiten meist unauffällig im Dunkeln. Auch bei ähnlichen Vorkommnissen in den vergangenen Jahren, bei denen Unbekannte unter anderem Häuser im Garmischer Zentrum besprüht hatten, blieb die Suche nach den Tätern ohne Erfolg. Die Beamten geben im aktuellen Fall wieder ihr Bestes. „Wir durchsuchen alle Müllbehälter nach Farbdosen. Leider sind wir noch nicht fündig geworden.“ Um der Gruppe doch noch auf die Schliche zu kommen, werten Beamte gerade die Aufzeichnungen der Videoüberwachungsanlagen entlang der betroffenen Straßenzüge aus.

Wenn die Unruhestifter nicht zur Verantwortung gezogen werden können, sind die Bürger der Marktgemeinde die Leidtragenden, betont Grasegger. „Die Schäden beheben die Hauseigentümer und die Gemeinde dann auf eigene Kosten.“ Hinweise nimmt die hiesige Inspektion deshalb unter der Telefonnummer 0 88 21/91 70 gerne entgegen.

Magdalena Kratzer

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