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Es gibt immer etwas zu tun: Matthias Eser nutzt fast jede Stunde des Tags, um zu arbeiten. 

Er will Jugendlichen Mut machen

21 Jahre und Workaholic: Altenauer arbeitet für Finanz-Firma in Asien - vom Ammertal aus

Für Heranwachsende im Landkreis beginnt heute wieder der Alltag. Denkt Matthias Eser an seine Schulzeit zurück, verlief diese alles andere als ideal oder gradlinig. Trotzdem arbeitet er heute unter anderem für eine Firma in Asien.

Altenau– Schlafen: Das ist etwas, das Matthias Eser eher weniger macht. Sein Tag beginnt dann, wenn andere noch träumen – schon um 4 Uhr. Der Altenauer will seine Zeit möglichst effektiv nutzen. Deshalb fährt er auch nicht Auto, sondern mit der Bahn: Um im Zug zu essen oder E-Mails zu beantworten. Der 21-Jährige ist ein absoluter Workaholic. „Ich arbeite einfach gern. Und gerne viel.“ Mit dieser Einstellung hat es der einstige Hauptschüler zu einem Finanz-Studium und einem Zusatz-Job als Vorstands-Assistent bei einem Unternehmen in Singapur gebracht. Mit seiner Geschichte will er allen Jugendlichen Mut machen, die sich schwer tun, ein guter Schüler zu sein.

Unbefriedigende Noten, immer geringere Motivation, Frust: So beschreibt der Ammertal seine Schulzeit. Begonnen hat diese an der Mittelschule in Bad Kohlgrub, dann ging es an die Ganztagsschule nach Murnau, wo er sich bis zur Mittleren Reife durchgekämpft hat. Die FOS in Weilheim bricht er zunächst ab. „Ohne echte Alternative.“ Nach einigen Jobs hat sich Eser dann für einen zweiten Anlauf entschlossen und macht seinen Abschluss. Damit geht er an das MCI-Management-Center in Innsbruck. „Rückblickend war die dortige Zeit fordernd“, sagt er. Sie hat aber auch seinen Kampfgeist geprägt und wichtige Kontakte gebracht.

Weil er nie mit „außerordentlichen Noten überzeugen konnte, brauchte ich eine Alternative.“ Und die beschreibt er so: „Arbeiten wie ein Gestörter – das machte mir Spaß.“ Und brachte ihn weiter. Seit Kurzem studiert er im Dualen System „Banking & Finance“ an der Hochschule in Ravensburg in Kooperation mit der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg. Und ist zusätzlich noch persönlicher Assistent von Christopher Miess, dem Vorstandsvorsitzenden des Fonds-Unternehmens „Iconic Capital“ mit Sitz in Singapur. Der Kontakt zu dem Unternehmer, der unter anderem als Investment-Banker für den weltweit operierenden Finanzdienstleister „Goldmann Sachs“ tätig war, ging über das MCI in Innsbruck und dessen Direktor Dr. Andreas Altmann. Ihn bezeichnet der Ammertaler als seinen ersten Mentor. Inzwischen wird Miess diese Rolle zuteil. Ihn unterstützt Eser in organisatorischen Belangen und berät inzwischen selbst Kunden, die in San Francisco oder Neu Delhi leben.

In der modernen Arbeitswelt geschieht das alles auf digitalen Kanälen. Zum Beispiel im Zug nach Starnberg. Die Zeit neben des Studiums gehört morgens, mittags und abends sowie an den Wochenende „Iconic Capital“. Eser vertrödelt keine Zeit mit Hobbys oder nächtlichen Feieraktivitäten. „So habe ich meine Prioritäten gesetzt“, sagt er mit Blick auf Arbeit und Karriere. Letztere will er nicht ewig vom Ammertal aus steuern. In fünf Jahren sieht er sich eher an einem der globalen Knotenpunkte für moderne Unternehmen. Zum Beispiel in Dubai.

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