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Am Ufer des Lechs nahe eines Schotterwerks bei Reutte hatte der Dieb das gestohlene Auto in Brand gesetzt.

Mann werden mehrere Delikte zur Last gelegt

Auto wird gestohlen, dann brennt es bei Reutte: Grenzpolizei nimmt Verdächtigen fest

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In TV-Krimis sieht man solche Szenen öfters: Realität war jetzt jedoch ein länderübergreifender Fall eines in Brand gesetzten Pkws. 

Update vom 13. Juni, 18.24 Uhr:

Es wurde noch „wegen einer anderen Sache“ gesucht, jetzt ist er der Murnauer Grenzpolizei ins Netz gegangen: Am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen konnten die Beamten im Rahmen einer Personenkontrolle einen 49-Jährigen festnehmen, dem in jüngster Zeit mehrere Delikte im Ammertal zur Last gelegt werden.

 In Kraggenau, einem Ortsteil der Gemeinde Bad Kohlgrub, hatte der laut Polizei dringend Tatverdächtige zunächst den Schlüssel für ein Auto aus einem Haus gestohlen, später dann entwendete er in Bad Kohlgrub einen Roller, einen Pkw sowie 135 Euro Bargeld. In der Nacht auf Montag verschaffte sich der Rottenbucher Zutritt zu einer Garage in Altenau und fuhr mit einem alten VW-Golf einer 80-jährigen Frau nach Reutte, wo er diesen offenbar im Lech versenken wollte. Als dies misslang, zündete er – um Spuren zu verwischen – das Auto an, das komplett ausbrannte. Im Kreisort endete schließlich die Flucht des Mannes, der anschließend in die Justizvollzugsanstalt Bernau überstellt wurde.

Lesen sie auch: Plötzlich kamen Flammen aus dem Motorraum. Doch ein Mann aus Unterfranken reagierte goldrichtig - er zückte einige Bierflaschen.

Altenau/Reutte – Mysteriöser Fall um ein gestohlenes Auto – und ein Täter, der sich auf der Flucht befindet. Nicht schlecht gestaunt haben am Mittwochvormittag aufmerksame Arbeiter einer Kiesgrube nahe Reutte, als sie auf der gegenüberliegenden Seite des Lechs ein brennendes Fahrzeug entdeckten. Sofort alarmierten sie die Rettungskräfte, unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Ehenbichl/Rieden, die das Auto schnell löschen konnte. Von einem Fahrer fehlte jede Spur. Übrig blieb nur mehr ein total zerstörtes Wrack, wobei das vordere Kennzeichen nicht mit verbrannte und schließlich zur Klärung der Halter-Identität führte.

Bei der näheren Untersuchung stellte sich heraus, dass der Wagen in der Nacht auf Montag aus einer Garage in Altenau im Ammertal gestohlen worden war. Der 16 Jahre alte, silberne VW-Golf gehörte einer 80-jährigen Einheimischen. Weitere Gegenstände in der Garage interessierten den Dieb nicht. Bei ihren Ermittlungen geht die Tiroler Gendarmerie davon aus, dass der Pkw wohl absichtlich in Brand gesetzt wurde – und offenbar im Lech versenkt werden sollte, was dem flüchtigen Täter aber nicht gelang. Etwa, um Spuren einer Straftat zu vertuschen? Die Kollegen der Polizei in Murnau nehmen bei ihren Untersuchungen zu dem Fall an, dass der unbekannte Dieb noch für weitere Delikte in Frage kommt: so für den Diebstahl eines Motorrollers und eines Pkws am 31. Mai sowie den Diebstahl von 135 Euro Bargeld am 2. Juni, beides in Bad Kohlgrub. Der Gesuchte befindet sich auf der Flucht. Es ist nicht auszuschließen, dass er sich wieder auf deutschem Grenzgebiet befindet. 

Ein tragischer Unfall bei Reutte hat Anfang Oktober einen deutschen Motorradfahrer das Leben gekostet.

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