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Feierliche Urkunden-Übergabe: (v.l.) Dr. Martin Spantig (Geschäftsführer Bayern Tourismus Marketing GmbH), Christoph und Almut Heiland, Georg Glas (ADAC-Vorstandsrat), Landrat Anton Speer und Bürgermeister Rupert Speer.

Ammertaler Hof für innovatives Konzept mit dem zweiten Platz ausgezeichnet

Tourismuspreis  des ADAC geht nach Wurmansau

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Unternehmerischer Mut und Weitblick sind jetzt vom ADAC ausgezeichnet worden - in Wurmansau, einem kleinen Dorf.

Wurmansau – Almut Heiland fühlte sich wie die Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang: „Wir haben nicht die Goldmedaille verloren, sondern Silber gewonnen.“ Silber, das ist für die Unternehmerin und ihren Mann Christoph der zweite Platz, den das Ehepaar für ihr innovatives Konzept bei der Sanierung der Traditionsgaststätte Ammertaler Hof in Wurmansau erreichte. Der ADAC würdigte dieses Engagement mit dem Vize-Rang des Tourismuspreises Bayern 2018. Gestern bei der kleinen Feierstunde mit der Übergabe der Urkunde bekannte Almut Heiland denn auch: „Wir sind schon ein bisschen stolz auf uns, dass wir hier ausgewählt wurden.“

Der ADAC ist längst nicht mehr nur Pannenhilfe, Luftrettung, Gelber Engel oder Straßenkarten. Auch bei Freizeitangeboten und touristischen Leuchtturmprojekten gibt Europas größter Verkehrsclub seit Jahren seinen Mitgliedern wertvolle Hinweise und Tipps. Mehr als die Hälfte aller an den ADAC gestellten Anfragen – in Bayern gibt es über drei Millionen Mitglieder – haben einen touristischen Hintergrund. Um diesen Interessen Rechnung zu tragen, wird seit 2009 auch ein eigener Tourismuspreis vergeben.

Dass es nicht für „ganz oben“, sprich den ersten Platz gereicht hat, war für die Heilands „überhaupt kein Problem“. Den Top-Rang sicherte sich das neue Dinosaurier-Museum im Altmühltal: „Das ist eine ganz andere Kategorie, damit können und wollen wir uns nicht vergleichen.“ Man sei einfach nur glücklich mit dem Vize-Rang, beschreibt Almut Heiland ihre Gefühle.

Georg Glas aus Oberammergau, Vorstandsrat des ADAC Südbayern, begründete gestern in treffenden Worten, warum der Ammertaler Hof von einer unabhängigen Fachjury mit dem zweiten Platz gekürt wurde: „Das ist ein innovatives Projekt, das Tradition und Moderne vorbildlich vereint und damit einen echten Mehrwert für Einheimische und Touristen im Ammertal bietet.“ Almut und Christoph Heiland hatten die Gaststätte im Februar 2015 vom Kloster Ettal gekauft und dann ab November des gleichen Jahres in großem Stil umgebaut. Neben der Wirtschaft, die auf den Mauern eines historischen Gebäudes aus dem 13. Jahrhundert fußt, ist eine 300 Quadratmeter große Boulderhalle („Ammerrock“) das Herzstück. Die viereinhalb Meter hohen Wände bieten ambitionierten und Hobby-Kletterern über 35 Varianten verschiedenster Schwierigkeitsgrade. Auch einen Kindersektor sowie Bereiche für therapeutisches Klettern und für Sehbehinderte gibt es in Wurmansau.

Dass seine Gemeinde solch’ eine gerade für die jüngere Generation wichtige Attraktion beherbergt, freut natürlich Saulgrubs Bürgermeister Rupert Speer. Und dass die Familie Heiland nun mit einem Tourismuspreis ausgezeichnet worden sei, bedeute, dass sie es richtig gemacht habe: „Die Betreiber haben nicht nur ein lange leerstehendes Gebäude und den Ortskern von Wurmansau wieder mit Leben erfüllt, sondern viel Energie und Herzblut in ihr Projekt gesteckt. Für die Gemeinde und die gesamte Region ist hier in Wurmansau etwas Besonderes entstanden. Das ist Euer Verdienst“, wandte sich der Rathauschef direkt an die beiden Unternehmer.

Auch Landrat Anton Speer würdigte das Engagement der Familie: Der Ammertaler Hof sei ein besonderes und lohnenswertes Ausflugsziel. Im Tourismus müsse man sich heute positionieren und von anderen abheben. „Das ist in Wurmansau gelungen.“ Almut Heiland hat inzwischen auch erkannt: „Nur mit der Gastronomie allein geht es fast nicht mehr. Man muss auf einem zweiten oder dritten Bein stehen und dem Gast etwas bieten.“

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