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Schneidig aufgespielt: Die Blaskapelle Altenau um Dirigent Alexander Klein (vorne) begleitete Kirchenzug und Festzug.
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Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
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Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
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Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
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Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
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Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.
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Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“ feiert sein 80-jähriges Bestehen.

Festumzug in Altenau 

Gebirgstrachten-Erhaltungsverein feiert 80. Geburtstag

Großer Festzug in Altenau: Der GTEV „D’Schergenköpfler“  feiert sein 80-jähriges Bestehen. Anderl Singer (99) ist seit Anfang an dabei. Nun wurde er dafür geehrt. 

Altenau – „Wir schauen zurück – in Dankbarkeit“: So predigte Pfarrer Rudolf Scherer gestern früh in der Hl. Messe am Feldkreuz im Kochel. In einer „gottfernen Zeit“ hätten zehn Männer und Frauen diesen Verein gegründet und sich damit Glaube, Heimat, Sitte und Tracht auf die Fahnen geschrieben. Damit passte der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein „D’Schergenköpfler“ Altenau so gar nicht in das nationalsozialistische Weltbild. Besonders nicht wegen der tiefen Frömmigkeit. Doch trotz dieser schweren Zeit ließ sich damals niemand die innere Überzeugung verwehren. So existiert der 1936 am Josefstag gegründete Trachtenverein bis heute. Allen Widrigkeiten zum Trotz behauptet er sich seit 80 Jahren.

Dieses Jubiläum galt es gestern in Altenau gebührend zu feiern. Inzwischen sei der Verein eine feste Instanz im Dorf geworden, sagte Pfarrer Scherer. An den Feldgottesdienst schloss sich die Heldenehrung an. Dabei wurde der gefallenen und vermissten Mitglieder gedacht. Zu den Klängen des Liedes vom guten Kameraden senkten sich die Fahnen zu Ehren der Toten. Mit der Bayernhymne endete dann das Ganze.

Danach marschierten in einem festlichen Umzug die Ortsvereine sowie die Abordnungen aus Saulgrub und Unterammergau ins Bierzelt. Dieses platzte fast aus allen Nähten, da weit über 550 Besucher gekommen waren. Nicht nur Vereinsmitglieder, auch viele Bewohner aus dem Ort und der näheren Umgebung strömten gen Altenau.

Bis jetzt hätte man Glück mit dem Wetter gehabt, zeigte sich Anton Schuster, seit November vergangenen Jahres Vorsitzender des Vereins, zufrieden. Auch das weitere Drumherum einer solchen Veranstaltung klappte gut: „Bis jetzt lafft´s.“ Wie sehr das gesamte Dorf zusammenhilft und im Brauchtum verwurzelt ist, zeigt sich auch am Nachwuchs. Man habe eine starke Jugend, weiß Toni Schuster. Derzeit sind 27 Kinder dabei. Das ist für einen Ort mit rund 800 Einwohnern schon beachtlich. Doch auch das Engagement der Alten rückte Schuster in den Mittelpunkt, „wenn selbst nach 80 Jahren noch Gründungsmitglieder dabei sind“. Es sei eine ganz besondere Ehre, wenn man den Leuten, die das alles begründet haben, gegenüber sitze.

Einer davon ist der 99-jährige Anderl Singer. Er wurde für seine 80 Jahre treue Mitgliedschaft geehrt. Jahrzehnte begleitete er die Altenauer Sänger bei Auftritten auf der Zither. Auf die Frage ob er stolz sei, den 80. Geburtstag seines Vereins miterleben zu dürfen, nickte der alte Herr würdevoll und lächelte. Auch Landrat Anton Speer unterstrich die Bedeutung dieses Ereignisses für Altenau. Für eine so kleine Gemeinde sei das wirklich besonders, sagte er. Dass hier so etwas stattfinde, zeige einmal mehr den großen Zusammenhalt, wie man ihn hier immer wieder erleben könne. Außerdem sei es für ihn als Unterammergauer eine Pflicht, bei einem solchen Anlass im Nachbarort dabei zu sein. „Es ist bewundernswert, zu sehen, wie hier das Brauchtum hochgehalten wird, und was ein kleiner Ort zu leisten vermag.“

Magnus Näbauer

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