Zu wenige gehen, zu viele kommen: Der Kindergarten hat ab September nicht genug Plätze zur Verfügung. 

Bürgermeister lotet die Möglichkeiten aus

Kindergarten Saulgrub am Limit: Ab September gibt‘s zu wenige Plätze

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Die Anmeldezahlen stellen die Gemeinde Saulgrub vor ein Problem: Der Kindergarten wird ab September überfüllt sein. Jetzt muss eine schnelle Lösung her.

Saulgrub/Altenau– Das Problem bahnt sich seit etwa einem halben Jahr an. Im Kindergarten in Saulgrub wird es zu wenige freie Plätze geben. Damals war’s noch reine Spekulation. Jetzt ist es Fakt. Bei der Anmeldung für September 2020 hat sich der Verdacht bewahrheitet. Die Gemeinde muss reagieren.

Bürgermeister Rupert Speer kennt die konkreten Zahlen seit einer Woche. Nur zwei Kinder verlassen die Einrichtung, acht neue kommen hinzu. Darunter zwei Asylbewerber. Bei ihnen wird ein sogenannter höherer Wertungsfaktor angewandt. Heißt: Sprechen diese kein Deutsch, werden sie nicht nur als ein Kind gerechnet, sondern als eine Eins mit Kommastelle. Insgesamt braucht man 33 Plätze, aber nur 25 stehen zur Verfügung. Und davon sind zwei für Notfälle reserviert.

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Einfach mehr Kinder aufzunehmen, das geht nicht. Je nach Anzahl muss ein gewisser Personalschlüssel erfüllt sein. In Saulgrub arbeiten derzeit drei Erzieherinnen – zwei für die Kita, eine für die Krippe und eine Vollzeitpraktikantin. Im zweiten Kindergarten der Gemeinde, in Altenau, eine Erzieherin in Vollzeit, eine in Teilzeit und eine Pflegerin. Auch dort sind die Kapazitäten ausgeschöpft, was eine vorübergehende Unterbringung als Ausweich-Lösung unmöglich macht. „Wir müssen jetzt klären, wie wir das hinbringen“, sagt Speer. Als ersten Schritt will er das Personal aufstocken. Den Gemeinderat hat er darüber schon informiert, von den meisten eine positive Rückmeldung erhalten. Gibt’s eine Betreuerin mehr, können mehr Mädchen und Buben aufgenommen werden.

In Abstimmung mit dem Landratsamt

Doch das nächste Problem klopft sofort an die Tür. Speer verweist auf die Rechtsvorschriften. Bei einer höheren Anzahl an Kindern braucht’s größere Räume. Der Bürgermeister befindet sich deshalb bereits in Abstimmung mit dem Landratsamt. „Ein paar leere Räume haben wir noch im Untergeschoss“, sagt er. Ohne Prüfung geht aber nichts. Ohne baulich etwas an ihnen zu verändern, auch nicht.

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Eines stellt Speer unmissverständlich klar: Einen neuen Kindergarten kann man in der Kürze der Zeit nicht bauen. Ob der aktuellen Corona-Krise erst recht nicht. Eine Erweiterung behält er aber im Blick. Die Verwaltung beschäftigt sich bereits mit der künftigen Entwicklung der Zahlen, um Notwendigkeiten abzuschätzen. Schon jetzt aber verspricht der Bürgermeister den betroffenen Eltern: „Wir finden eine Lösung für September.“

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